Jorit Thoren Göbel feierlich ins Amt als Pastor in St. Laurentius eingeführt

„Wir fangen jetzt erst an, liebe Achimer“

Regionalbischof Hans Christian Brandy segnet Achims neuen Pastor Jorit Thoren Göbel.
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Regionalbischof Hans Christian Brandy segnet Achims neuen Pastor Jorit Thoren Göbel.

Achim – Die St.-Laurentius-Gemeinde hat einen neuen Pastor: Der 30-jährige Jorit Thoren Göbel wurde am Samstagnachmittag ordiniert. Den Festgottesdienst, bei der nur eine begrenzte Besucherzahl zugelassen war und bei der zu den Liedern nicht gesungen werden durfte, leitete Regionalbischof Hans Christian Brandy aus Stade. Musikalisch begleitet wurde die gottesdienstliche Berufung durch die Kirchenkreisband „Convoice“ mit Regine Popp, Christoph Maaß, Matthias Schröder und Uwe Mindermann sowie Saxofonist Falk Rosenthaler.

Regionalbischof Brandy richtete in seiner Predigt den Blick auf die Ostergeschichte im Lukasevangelium. Die Emmaus-Jünger seien entsetzt gewesen über den Tod Jesu. Ein Unbekannter sei hinzugekommen, habe mit ihnen gesprochen und Trost gespendet. Erst später, als er mit ihnen das Brot brach, habe der Heilige Geist in ihrem Herzen gebrannt und ihnen wurde gewahr, dass sie mit Jesus sprachen.

„Wir müssen vorwärts leben, aber rückwärts verstehen“, lautete Brandys Analogieschluss. Auch Jorit Thoren Göbel könne auf 30 Lebensjahre zurückblicken, und manchmal habe auch ihm das Herz gebrannt, wenn er nicht gewusst habe, wie es weitergehen werde im Leben. Doch immer habe er die richtigen Entschlüsse gefasst: Studium in Frankfurt und Freiburg. In Bremen habe er eine Emmaus-Zeit durchlebt, als er zwischenzeitlich in einem Biergarten gearbeitet habe. Danach folgte das Gespräch mit der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers mit anschließender Ausbildung in Liebenau. Stets habe er Gewissheit erlangt, den richtigen Weg genommen zu haben. Und so trete er nun den Dienst als Pastor in Achim an. Nicht aus eigenem Entschluss, sondern durch Gott. Die Gemeindeglieder seien jetzt seine Weggefährten, und so wie die Emmaus-Jünger Jesus ihr Herz ausgeschüttet hätten, so teilen auch sie ihre Sorgen mit dem Pastor: Ratlosigkeit über die Entwicklung der Gesellschaft oder die Zukunft der Kirche. Dabei höre der Pastor zu und stelle die Worte der Bibel in das Licht Gottes, beziehe sie auf den Alltag der Menschen, damit sie verstehen, was ihnen geschehe.

Worte aber alleine überzeugen nicht, es brauche Erfahrung und persönliches Erleben, damit die Menschen spüren, dass ihr Glaube wahr ist. „Der Dienst eines Gemeindepastors ist manchmal abenteuerlich, breit gefächert und betreffe alle Fragen des Lebens“, sagte Brandy. „Im Licht von Ostern beginnen Sie ihren Weg, Herr Göbel, in diesem Licht sind wir als Gemeinde gemeinsam unterwegs.“ Abschließend richtete der Redner einen Appell an die Gemeinde, Aufgaben zu teilen und den Pastor bei seiner Arbeit dadurch zu entlasten.

Mit Auflegen der Hände folgte die feierliche Ordination: Nacheinander sprachen der Bischof, Pastor Bernd Niss aus Liebenau und die Ordinationsassistenten wohlwollende christliche Worte. Darunter auch Marieke Haberland, eine langjährige Freundin Göbels, sowie aus dem Kirchenvorstand Anke Blank, Christiane von Rosenberg und Uwe Mindermann.

Abschließend folgten Grußworte der Kirchenvorstandsvorsitzenden Anke Blank, von Superintendent Fulko Steinhausen, Bürgermeister Rainer Ditzfeld und auch Abschiedsworte von Pastor Bernd Niss aus Liebenau, der letzten Station von Jorit Thoren Göbel. Er trage Grüße von der St.-Laurentius- Gemeinde links der Weser nach der St.-Laurentius-Gemeinde rechts der Weser. Er hatte einen Lorbeerbaum (Laurus nobilis) als Geschenk dabei – symbolisch für den „Betriebsheiligen“ der beiden Gemeinden und sinnbildlich für Lorbeeren, die sich Göbel in Liebenau erworben habe.

„Wir übergeben einen kompetenten Pastor und einen feinen Menschen“, erklärte Niss, „behandeln Sie ihn gut, sonst holen wir ihn wieder ab.“

Die Ordination sei irgendwie wie eine Hochzeit, erklärte Jorit Thoren Göbel in seiner Rede: Nicht in weiß, sondern schwarz, aber gemeinsam gehe es jetzt bergauf. „Dies ist der Startschuss, wir fangen jetzt erst an, liebe Achimer“, versprach der neue Pastor ganz selbstbewusst.  sch

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