Verzicht auf Vorrangflächen in Uphusen und Bollen abgelehnt

Windkraft: Kreis bleibt hart

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Diese Bake an der viel befahrenen, hier abgesackten Uphuser Heerstraße in Höhe Kreuzung zum „Weserpark“ an der Landesgrenze sei ein gefährliches Verkehrshindernis vor allem für Abbiegende. Das thematisierte ein Anwohner auf der Bollener Ortsratssitzung.

Bollen - Dem Antrag der Stadt Achim, auf drei von vier geplante Vorrangflächen für Windenergienutzung im Bereich Hilgenberg-Uphusen, in Clüverswerder und Bollen zu verzichten, sei der Landkreis nicht gefolgt. Das teilte Achims Bürgermeister Rainer Ditzfeld auf der Bollener Ortsausschusssitzung mit.

Nur das sich an den bestehenden Windpark auf Bremer Seite direkt anschließende Bollener Gebiet wollte Achim in seiner Stellungnahme zur Neuaufstellung des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) zur weiteren Windkraftnutzung akzeptieren.

Bollener Anwohner reagierten als Besucher der Ortsausschussitzung relativ gelassen auf den abschlägigen Bescheid aus Verden. Er könne damit leben, meinte ein Bürger. Wichtig sei, dass die Windtürme in vertretbarer Entfernung zur bebauten Ortschaft errichtet würden.

Die endgültige Entscheidung zur Einstufung der Flächen falle voraussichtlich erst Anfang 2017 mit dem Beschluss zum RROP im Kreistag, so Ditzfeld. Bis dahin bleibe Gelegenheit, genau zu prüfen, ob die umstrittenen Areale aus Gründen des Natur- und Landschaftsschutzes beziehungsweise der Flugsicherung nicht doch ungeeignet zum Aufstellen großer Windkraftanlagen seien, meinte der Uphuser Ortsausschussvorsitzende Hans-Jürgen Wächter. Seiner Ansicht nach täte der Landkreis gut daran, nicht unbedingt auf allen besagten vier Flächen zu bestehen.

Andere Gemeinden im Landkreis wollten sogar gern

Windenergieanlagen haben, bekämen sie aber aus Naturschutzgründen nicht zugestanden. wies der Bollener Ortsausschussvorsitzende Bernd Junker auf kuriose Aspekte hin. Grundsätzlich aber gebe es ja große Einigkeit gegen Atomkraftnutzung, und dann müsse eben auch genügend Platz zur alternativen Energiegewinnung bereitgestellt werden.

Vor allem ärgere ihn, dass derzeit mehr als genug Energie produziert werde, der Bürger aber trotzdem immer mehr für seinen Strom zahlen müsse, schimpfte ein Anwohner.

Auf die verkehrsgefährende Warnbake im Einmündungsbereich Uphuser Heerstraße / Mahndorfer Heerstraße / Thalenhorststraße in Höhe Sparkasse wies eine anderer Bollener in der Einwohnerfragestunde hin. Nach Junkers Kenntnis wird hier ein abgesackter Teil der Fahrbahn markiert und abgesichert.

Wächter fragte inzwischen bei der Stadt Achim nach. Ihm antwortete Steffen Zorn aus der Straßenmanagement-Abteilung auf Grundlage einer Auskunft der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Verden.

Demnach handelt es sich um einen Straßenschaden, bei dem Reparaturversuche bisher scheiterten. „Um das Problem zu lösen, muss eine etwas umfangreichere Sanierung durchgeführt werden. Die Arbeiten werden vom Land im Rahmen der Geh- und Radwegsanierung im Bereich der L 158 Bremer Straße (geplanter Beginn Ende August) mit erledigt“, teilt das Amt mit. Die eigentlich noch 2016 geplante Fahrbahnsanierung in dem Bereich sei aber schon vor Längerem auf 2017 verschoben worden.

la

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