„Willkommen im Leben“ hilft Neugeborenen und ihren Eltern und geht auf Werbetour

Erfolgsgeschichte für junge Familien

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Das neue Banner „Herzlich willkommen im Leben“ mit (von li.): Kinderärztin Dr. Petra Gölz, Familienbesucherinnen Martina Fehlig, Anke Siebert, der Leiterin Fachstelle Prävention/Frühe Hilfen beim Landkreis Verden, Gabriele Kruse, und Qualitätsmanagement Petra Ehlers.

Achim - Auf Initiative von Dr. Petra Gölz, Kinder- und Jugendärztin plus Ratsfrau in Achim, war vor zehn Jahren das Projekt „Herzlich willkommen im Leben“ von der Stadt Achim ins Leben gerufen worden. Ziel des Projektes ist, neugeborenen Kindern und ihren Eltern bei einem Willkommensbesuch Glückwünsche zu überbringen, Informationen und Unterstützung in dieser neuen Lebensphase anzubieten. Da von Beginn an die Eltern dies positiv aufgenommen hatten, entstand der Gedanke, alle Kinder im Landkreis so willkommen zu heißen, und so konnte das Projekt 2010 kreisweit angeboten werden.

Der Landrat und die Bürgermeister möchten alle Neugeborenen begrüßen und ihre Wertschätzung gegenüber Familien zum Ausdruck bringen, erklärt Gabriele Kruse, Leiterin Fachstelle Prävention/Frühe Hilfen im Landkreis Verden.

Etwa sechs bis acht Wochen nach der Geburt erhalten Familien einen Glückwunschbrief des Landrates und des Bürgermeisters mit einer Ankündigung des Besuches einer Hebamme oder Kinderkrankenschwester. Der Besuch, wenn gewünscht, erfolgt ungefähr 14 Tage später. Für eine Absage reicht ein kurzer Anruf. Gabriele Kruse legt Wert auf die Feststellung, dass weder Zu- noch Absagen aktenkundig werden. Beim Besuch werden Glückwünsche, ein Bilderbuch, eine Zahnbürste, Tipps zur Hygiene eines Säuglings, Informationen zur frühkindlichen Entwicklung, ein Elternhandbuch und ein Gutschein zur Ermäßigung eines Elternkurses bei der Kreisvolkshochschule überreicht. Auch mit Hinweisen auf Elterncafés, Gesprächskreise, Beratungsstellen oder das Babyschwimmen können die Familienbesucherinnen behilflich sein. Die Familienberaterinnen sind allesamt ausgebildete Hebammen oder Kinderkrankenschwestern und stehen während des Besuches für alle Fragen rund um Entwicklung und Gesundheit des Säuglings den Familien zur Verfügung. Auf Antrag sind weitere Besuche möglich.

Alle Eltern wünschen sich natürlich, dass es dem Baby gut geht, doch nicht immer sind die Bedingungen ideal. Vielleicht fühlt man sich unsicher oder überfordert mit der Situation, oder, oder... In diesen Fällen steht dann neben der regulären Hebamme eine Familienhebamme mit Beginn der Schwangerschaft bis zum ersten Geburtstag des Kindes zur Verfügung, die in gesundheitlichen und sozialen Fragen unterstützt. Dieses Angebot ist kostenfrei, versichert Anke Siebert.

„Alle Familien haben uns gleich gut angenommen und betrachten uns nicht als Kontrollorgan“, berichten die Familienhelferinnen Martina Fehlig (Achim) und Anke Siebert (Oyten/Ottersberg). „Wir müssen aber noch deutlicher machen, dass wir unterstützen in allen Fragen, und Skepsis abbauen.“

Damit das Projekt noch größere Bekanntheit bekommt, wird an verschiedene Stellen im Landkreis das neue „Roll-Up“ aufgestellt, um auf das Angebot aufmerksam zu machen. Zunächst in der Ueser Praxis von Dr. Petra Gölz, der Geburtsstätte des Elternangebots.

hem

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