Am Samstag, 17. Dezember

Wiegewette mit Zimmerleuten

Achim - Die alljährliche Wiegewette zugunsten der Achimer Tafel kommt wieder. Sie erinnern sich: Nach einer Idee von Rainer Ditzfeld wird gewettet, dass das Gewicht einer schwergewichtigen Personengruppe durch die Achimer nicht mit haltbaren Lebensmitteln aufgewogen werden kann. Jedes Jahr hatten die Wettpaten verloren. Mit dem Geld ihres Wetteinsatzes konnten weitere Lebensmittel gekauft werden. Im letzten Jahr waren es 800 Kilogramm, die von den Bürgern gespendet worden waren. 

Auch für die diesjährige Wette am Samstag, 17. Dezember, ab 9.30 Uhr in der Marktpassage erwartet Wettmanagerin und zweite Vorsitzende der Achimer Tafel Ute Barth-Hajen wieder viele Lebensmittelspenden der Achimerinnen und Achimer sowie ihrer Nahbarn, die das Gewicht von neun Handwerkern des Zimmereibetriebes Ruff und Rohlfs sowie von Ute Barth Hajen ereichen und übertreffen sollen. Ab 9 Uhr an diesem Samstag können die Bürger in der Marktpassage ihre Spenden abgeben. Um 13 Uhr wird ein Notar feststellen, welche Seite der Waage schwerer beladen ist. Gebaut wurde sie ursprünglich übrigens eben von diesem Zimmereibetrieb Ruff und Rohlfs.

Die Achimer Tafel und ihre Kunden sind für diese jährliche Wiegewette und für das Engagement der Bevölkerung sehr dankbar.

An den drei Standorten Achim, Bassen und Lunsen versorgt die Achimer Tafel nach Angaben des 1. Vorsitzenden Rainer Kunze wöchentlich 280 Familien mit insgesamt 600 Personen.

„Der Bedarf ist trotz sinkende Arbeitslosenzahlen und einer gute Wirtschaftslage immer noch da. Viele Rentner, Alleinerziehende und auch Flüchtlinge gehören zu unseren Kunden“, sagt er. Seit 2014 hat Kunze eine Steigerung von 60 Prozent verzeichnet. „Leider stieg die Menge der Lebensmittel nicht in gleichem Maße“, berichtet er.

Diese Aufgabe sei nur zu bewältigen, weil viele ehrenamtliche und ohne Ausnahme alle Lebensmittelbetriebe der Stadt die Tafel unterstützten. Kunze wünscht sich weitere ehrenamtliche Mitarbeiter, da die Arbeitsbelastung für die jetzigen Mitarbeiter doch sehr groß sei.

Eine Besonderheit hat der Tafelchef noch. „Ein Futterhäuschen mit Kupferdach in handwerklicher Qualitätsarbeit wurde uns geschenkt, um es während der Wiegewette meistbietend zu Gunsten der Tafel zu verkaufen“, kündigt er an. 

hem

Rubriklistenbild: © dpa

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