Spenden für Feuerwehr und Freilichtbühne

Wieder viele Gewinner der Achimer Stadttombola

Stadttombola-Chef Jürgen Hille (Mitte) mit Rotary-Teamplayern und Vertretern der begünstigten Organisationen. 14 000 Euro sind in diesem Jahr wieder durch die Achimer Rotary-Stadttombola guten Zwecken zugeflossen. - Foto: Brodt
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Stadttombola-Chef Jürgen Hille (Mitte) mit Rotary-Teamplayern und Vertretern der begünstigten Organisationen. 14 000 Euro sind in diesem Jahr wieder durch die Achimer Rotary-Stadttombola guten Zwecken zugeflossen.

Achim - Von Manfred Brodt. Er verteilte keine Oscars und sagte auch nicht: „The winner is“, aber viele Gewinner beglückte Jürgen Hille, der Vorsitzende des Rotary Stadttombola-Vereins dennoch. Zum Finale der zehnten Achimer Stadttombola verteilte er Überschüsse dieer Lotterie für gute Zwecke.

Überdimensionale Schecks über je 1.000 Euro, die sie bei keiner Bank und Sparkasse einlösen können, und natürlich den gleichen Betrag auf ihrem Konto bekamen die Kinderfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Achim, die Freilichtbühne Daverden, die Erich-Kästner-Schule in Achim und die Stiftung Waldheim.

Die Kinderfeuerwehr Achim ist in diesem Jahr gegründet worden, um den Kleinen einerseits sinnvolle Freizeitgestaltung zu bieten und andererseits auch die Nachwuchsarbeit der Feuerwehr auf neue Beine zu stellen. Ortsbrandmeister Thomas Köster und seine Kollegen Esser und Schumacher zeigten sich dankbar für diese Anschubfinanzierung, von der eine einheitliche Bekleidung für die Jungs und Mädchen angeschafft werden soll.

1.000 Euro sind auch auf dem Konto der Freilichtbühne Daverden eingegangen. Volker Penczek, dessen reilichtbühne gerade durch einen im Sturm umgekippten Baum getroffen worden ist, zeigte sich dankbar, dass so die Förderung der niederdeutschen Sprache in Daverden unterstützt wird. Stadttombola-Verein und Freilichtbühne Daverden verbindet schon längere Zeit einiges, da zum Beispiel Karten für Vorstellungen der Freilichtbühne zu Gewinnen der Achimer Stadttombola gehören.

Am 13. August startet in Daverden wieder die Saison, am 16. August gibt es eine Sondervorstellung für Stadttombola-Gewinner. Schon vorher in den Sommerferien bietet die Freilichtbühne Kindern eine Vorstellung ausnahmsweise auf Hochdeutsch, in der es um miese Tricks und Teddybär geht.

Langjährige Bande der Tombola-Aktivisten bestehen auch zur Stiftung Waldheim, deren kleine Weihnachtsfeier mit dem Posaunenchor traditionell unterstützt wird. Stiftung-Waldheim-Geschäftsführer Dieter Haase und Bewohner-Sprecher Andreas Köhn freute es.

Mit 1.000 Euro werden auch die Streitschlichtung und die Ausbildung der Konfliktlotsen an der Erich-KästnerSchule unterstützt. Mit der Summe wird ein Wochenendseminar für die schlichtenden Schüler finanziert. Lehrerin Silke Rott-Wetzel berichtete, wie wohltuend diese Einrichtung sich auf das Schulklima ausgewirkt hat.

Gleich 5.000 Euro bekommt wieder die Achimer Tafel, die auch in Bassen und Lunsen vertreten ist. Tafel-Vorsitzender Rainer Kunze bescheinigte dem regelmäßigen Spender Stadttombola-Verein, dass er der größte Sponsor der Tafel ist, und sprach von einer Win-win-Situation, denn umgekehrt unterstützen Mitarbeiter der Achimer Tafel traditionell die jährliche Stadttombola durch viele Stunden bei der Gewinnausgabe.

Dass von den Begünstigten etwas zurückgegeben wird, gilt in gewissem Maße auch für die Hauptschüler, die jedes Jahr in Verbrauchermärkten und der Fußgängerzone Lose verkaufen. Durch rund 4.000 Euro der Stadttombola pro Jahr werden andererseits die Berufsfindung und Berufsvorbereitung der Hauptschulabgänger gefördert, die drei Tage lang auf dem Schulschiff Deutschland im Vegesacker Hafen von Experten über Berufsfelder, Bewerbungen und Vorstellungsgespräche informiert und dafür trainiert werden. Produkt dieser Tage an Bord ist auch jeweils die Broschüre „Einer von uns“, in der sich die Hauptschüler mit Foto und kurzem Steckbrief vorstellen. Sie wird an heimische Betriebe in der Region verschickt. .

Last not least: Jedes Jahr erhalten im Rahmen des Rotary-Projektes „Lesen lernen -Leben lernen“ alle mehr als 3000 Zweitklässler in Achim ein Kinderbuch, das verbunden mit didaktischem Material im Unterricht eingesetzt werden kann. Wie Rotary-Präsident Henry Och berichtete, ist es für manche Kinder oft das erste und einzige Buch in ihrem Zuhause.

Apropos: The winner is....

Auch Jürgen Hille gehört dazu. Als in diesem Jahr Axel Burmeister, bis dahin die personifizierte Achimer Stadttombola, seinen Rückzug aus Altersgründen wahrmachte, dachten auch viele Rotarier, dass das das Ende der Achimer Stadttombola sein müsste, denn Burmeister und seine Frau hatten das neun Jahre lang im Fulltime-Job gemacht. In auch heftigen, internen Diskussionen berieten Rotary Club und Stadttombola.-Verein, ob man nicht die Achimer Stadttombola im zehnten Jahr einstellen, zumindest aber einmal aussetzen müsse. Da hatte sich dann der frühere Leiter des Achimer Cato-Gymnasiums und einer Auslandsschule Jürgen Hille gemeldet, er traue sich zusammen mit einem Team zu, die Stadttombola wieder zu wuppen.

Mit Unterstützung der alten Hasen Axel Burmeister und Erich Brookmann sowie des Achimer Rotary Clubs haben das Hille und sein Stadttombola-Team mit Bravour geschafft.

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