Wettbewerb „Chemie, die stimmt“: Schülerinnen aus Achim und Ottersberg für Endrunde qualifiziert / Gamma zum 3. Mal Ausrichter

„Die Mädchen haben gewonnen“

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Eine Runde weiter: Die Neuntklässlerinnen Johanna Kratz (1. Platz, links), Gymnasium Ottersberg, und Lucy Schindler (2. Platz) vom Gamma dürfen beim Wettbewerb „Chemie, die stimmt“ nach Rostock fahren. Insgesamt zehn Schüler des Gamma nahmen an der zweiten Runde teil.

Achim - „Die Mädchen haben gewonnen“, freute sich Christopher Bünte bei der Siegerehrung zum Wettbewerb „Chemie, die stimmt“. Und tatsächlich waren die meisten auf dem Podium weiblich. Unter Federführung des Fachobmanns Chemie ging der Wettbewerb gestern mit 60 Schülern aus ganz Niedersachsen in der Aula des Achimer Gymnasiums am Markt (Gamma) über die Bühne.

Die zweite Runde des Wettbewerbs richtete die Bildungseinrichtung nun bereits zum dritten Mal aus – und entsendet eine Vertreterin zur Endrunde (für ganz Nord- und Ostdeutschland) nach Rostock: Lucy Schindler, die unter den Neuntklässlern den 2. Platz davontrug. Auch die Siegerin der 9. Klassen kommt aus der Region: Johanna Kratz vom Gymnasium Ottersberg.

Insgesamt zehn Schülerinnen und Schüler (sieben Mädchen und drei Jungs) des Gamma hatten sich für diese zweite Runde qualifiziert – ein Teilnehmerrekord für das naturwissenschaftlich ausgerichtete Gymnasium, so Bünte. Viele hatten zuvor an einer freiwilligen AG teilgenommen, die der Chemie-Obmann einmal wöchentlich nachmittags anbietet. Und auch insgesamt gab es in diesem Jahr so viele Teilnehmer wie nie zuvor: Mehr als 200 Schüler von 60 Schulen waren dabei, verkündeten Maxi Keitel und Fabian Dietrich vom Förderverein Chemie-Olympiade, der den Wettbewerb einst ins Leben gerufen hatte. „Es soll jüngere Schüler neugierig machen auf die Internationale Chemie-Olympiade, die sich an Schüler von der 10. bis zur 12. Klasse richtet“, erklären sie.

„Chemie, die stimmt“ soll Schüler der 9. und 10. Klassen ansprechen. „In der ersten Runde mussten die Schüler eine Reihe von Aufgaben in Heimarbeit neben dem Unterricht lösen“, erklärte Christopher Bünte. Gestern stand dann unter anderem eine zweieinhalbstündige Klausur auf dem Programm und ein Dozent der Bremer Jacobs-University referierte. Prof. Nikolai Kuhnert sprach über Antibiotika in Pflanzen, zum Beispiel die heilenden Wirkstoffe im Rhododendron. Die besten sechs Schüler jedes Jahrgangs qualifizieren sich für die dritte Runde.

„Ich hätte mit dem sechsten oder fünften Platz gerechnet, aber niemals mit dem zweiten“, zeigt sich die Gamma-Schülerin Lucy Schindler überrascht. An die dritte Runde habe sie lieber keine Erwartungen. Die Aufgaben seien „relativ schwer“ gewesen, findet auch ihre Mitschülerin Aurika. Nichts davon sei zuvor im Unterricht behandelt worden.

Größtenteils habe sich die Aufgabenstellung um Reaktionsketten gedreht. Die Schätzaufgabe, die bei gleichem Punktestand den Sieger bestimmt, sei glücklicherweise nicht zur Anwendung gekommen. Denn auf die Frage, wie hoch 2014 die Schwefelsäureproduktion in Deutschland war, hatten fast alle viel zu zaghaft geantwortet – und waren damit weit unter den tatsächlichen 3,86 Millionen Tonnen geblieben.

ldu

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