Bremische Volksbank in Achim zieht Bilanz / 90 000 Euro für 90 Projekte ausgelobt

Im Wertpapierbereich stolz auf 4,3-Prozent-Plus für Kunden

Ute Gajus, die Filialleiterin der Bremischen Volksbank in Achim, mit Ulf Brothuhn, dem Vorstandsvorsitzenden der Bank (rechts) und dem aus Achim stammenden Vorstandsmitglied Detlev Herrmann. Sie erläuterten das gute Jahresergebnis des Bremer Geldinstituts, das demnächst sein 90-jähriges Bestehen feiert. - Foto: Laue

Achim - In der Schweiz begännen Privatbanken schon, Guthaben mit Negativzinsen zu belegen. Auch die Bremische Volksbank müsse sich überlegen, wie sie mit der dramatischen Wende im Zinssektor weiter umgehe: „Negative Zinsen auf Guthaben sind aus heutiger Sicht weder geplant noch unvorstellbar“, heißt es in der Pressemitteilung zum Jahresbericht 2015, der insgesamt sehr viele positive Trends widerspiegelt.

Besonders stolz ist die Bank auf die durchschnittlich 4,3-prozentige Wertsteigerung bei Kundengeldern im Wertpapier-Geschäft. Das zeige die hohe Qualität der auf Nachhaltigkeit angelegten Beratung, so Ulf Brothuhn, Vorstandvorsitzender der Bremischen Volksbank, beim Pressegespräch in der seit den 50er Jahren bestehenden Achimer Filiale der Volksbank. Das Wertpapiergeschäft erweiterte sich auch als Folge des Niedrigst-Zinsen um 7,5 Prozent, was der Summe von zusätzlichen 20,5 Millionen Euro entspricht.

Auch bei Niedrigzinsen wuchs das Einlagevolumen der Bremischen Volksbank um 1,5 Prozent. Es dominieren allerdings kurzfristige Anlageformen wie Sichteinlagen und Tagesgeldkonten. Um 4,9 Prozent gleich 25 Millionen Euro legte das Kreditgeschäft zu. Es liegt damit weiterhin über dem Branchentrend.

Insgesamt steigerte die Bremische Volksbank ihre Bilanzsumme von 770 auf 832 Millionen Euro. Dieses Plus von 8 Prozent sei insbesondere auf das gute Kundengeschäft zurückzuführen, fassten Brothuhn und sein Achimer Bankvorstands-Kollege Detlev Herrmann zusammen.

Drei Prozent Dividende auf ihre Geschäftsguthaben dürfen die 6000 Mitglieder der Bremischen Volksbank erwarten. Durch das gute Jahresergebnis war es auch möglich, die große Sanierung der Bremer Volksbank-Zentrale an der Domsheide unweit der „Glocke“ umstandslos zu bewältigen. Sechs Millionen Euro werden dort, verteilt auf zwei Jahre, investiert.

Bei aller zunehmenden Digitalisierung sei immer die vertraute Nähe zu Privat- und Firmenkundennähe vor Ort sehr wichtig, betonen die Volksbankvorständler. Sechs Mitarbeiter gibt es in Achim bei etwa 3500 Kunden, und insgesamt hat die Bremische Volksbank laut Detlev Herrmann 120 Beschäftigte – eine ziemlich stabile Zahl.

„90 000 Euro für 90 Projekte“ ist das Motto einer Aktion zum 90-jährigen Bestehen der 1926 gegründeten Bank. Sie hat ihr Spendenvolumen zum Jubiläum auf 90 000 Euro verdoppelt. Vereine, gemeinnützige Institutionen und Organsationen haben bis zum 29. Mai Gelegenheit, sich auf der Spendenplattform „Engagement.BremischeVB.de“ mit Projekten und Ideen zu bewerben.

Die Menschen der Region stimmen dann ebenfalls online ab, und die 90 Lieblingsinitiativen dürfen sich im Herbst auf Spendengelder freuen. - la

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