Werden Haupt- und Realschule zur Oberschule oder Gesamtschule?

Achimer Eltern stimmen über die neue Schule ab

Achim - Fest steht, dass es die Achimer Realschule und die Achimer Hauptschule, die jetzt Liesel-Anspacher-Schule heißt, ab dem Schuljahr 2017/18 nicht mehr geben wird und dass sie zu einer gemeinsamen Schule zusammengelegt werden sollen. Ob es eine Oberschule oder eine Integrierte Gesamtschule wird, soll nach einer Elternbefragung, die jetzt anläuft, vom Stadtrat entschieden werden.

Grund für die äußere Schulreform ist in erster Linie, dass für das große und noch relativ neue Gebäude der Hauptschule sich viel zu wenige Schüler anmelden und die Schule personell austrocknet.

Vor zwei Jahren schon war der Versuch gescheitert, an der Hauptschule und später auch im Gebäude der Realschule schrittweise eine Integrierte Gesamtschule einzuführen. Für die einzelnen Schuljahre war einfach nicht die nötige Zahl der Schüler von den Eltern unverbindlich angemeldet worden, trotz aller statistischen Tricksereien.

Diesmal sind wieder die Eltern der Schüler der Grundschulklassen 1 bis 3 sowie die Eltern des letzten Jahrgangs in den Achimer Kindertagesstätten aufgerufen, auf einem Fragebogen unverbindlich anzukreuzen, wohin sie ihr Kind später schicken möchten. Zur Wahl stehen eine Oberschule in Achim, eine Integrierte Gesamtschule in Achim, ein Gymnasium in Achim oder eine andere Schule zum Beispiel im Stadtwald, in Oyten, Langwedel oder Thedinghausen. Nur eine Schule darf angekreuzt werden.

Während bei der Befragung für die Oberschule keine Mindestschülerzahl erreicht werden muss, müssten von den 270 bis 280 Schülern pro Jahrgang mindestens 96 für die Integrierte Gesamtschule angemeldet werden, damit sie die vom Gesetzgeber geforderte Vierzügigkeit erreicht und genehmigt werden kann. Entscheidend für ein solches Ergebnis sind natürlich der Elternwille und die Wahlbeteiligung, die zuletzt bei 53 Prozent lag.

Die Stadt wird die Fragebögen über die Schulen und die Kindergärten den Eltern zukommen lassen. Auch im Bürgerbüro des Rathauses oder unter www.achim.de können die Väter und Mütter die Frage- und Abstimmungsbögen erhalten. Auf mehr als einer Seite informiert die Stadt zudem kurz über die Oberschule und auf einer halben über die Gesamtschule. Das ist nicht unbedingt erhellend, wenn es zum Beispiel heißt: „Ziele, Inhalte und Methoden für den Unterricht an der IGS sind durch fachbezogene Kerncurricula bestimmt.“

Ein wesentlicher Unterschied ist, dass eine Oberschule in der Mittelstufe einen gymnasialen Zweig haben kann und eine Integrierte Gesamtschule ihn haben muss. Erst nach der Abstimmung über die äußere Form der zusammengelegten Achimer Schulen werden Experten entscheiden, wie sie inhaltlich im einzelnen ausgestaltet wird.

Über die grundsätzlichen Konzepte der Oberschule und der Integrierten Gesamtschule informiert die Stadt in zwei Veranstaltungen am 15. September, 20 Uhr, in der Liesel-Anspacher-Schule und am 24. September, 20 Uhr, in der Realschule. Auf beiden Veranstaltungen werden die Osterholzer Schulleiter Kilinski (Integrierte Gesamtschule) und Krause (Oberschule) ihre Schulen vorstellen.

Die Abstimmung der Eltern läuft von Mitte September bis 9. Oktober. In den Herbstferien ab 19. Oktober wird sie dann ausgewertet, damit dann Stadt und Land ihre Schlüsse daraus ziehen.

mb

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