AG Medien des Präventionsrats

Wenn die Mama oder der Papa zu viel im Internet surft

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Wer wollte, konnte bei der Plakataktion der AG Medien des Achimer Präventionsrats am Sonnabend in der Marktpassage eine Plastikkugel in eine Glassäule werfen und seine Einschätzung des eigenen Medienkonsums damit untermauern. In Katja Brammer, Kontaktbeamtin bei der Polizei und Mitglied des Präventionsrats, Regina Haack, die sich als Mitarbeiterin der Fachstelle für Sucht und -prävention dort engagiert, und ihren Mitstreiterinnen fanden Interessierte kompetente Ansprechpartner zu dem Thema.

Achim - Machen Smartphones süchtig? Mit dieser Frage traten am Sonnabend Mitglieder des Achimer Präventionsrates in der Marktpassage an Erwachsene heran. Mit Plakatwand, Info-Broschüren und Stimmungsbarometer ausgestattet, machten die drei Frauen der Arbeitsgruppe Medien auf ein aktuelles Phänomen aufmerksam: den unbändigen Gebrauch digitaler Kommunikationsmittel.

Digitale Medien sind heute ein fester Bestandteil in den meisten Familien. Nicht nur Kinder und Jugendliche nutzen soziale Netzwerke, auch Eltern verbringen unzählige Stunden mit Surfen im Internet. Häufig geht das zu Lasten des eigenen Nachwuchses: Gut ein Drittel befragter Kinder gab laut einer norwegischen Studie an, dass sie sich wegen der Smartphone-Nutzung ihrer Eltern zurückgesetzt fühlen.

Das Thema traf den Nerv vieler Passanten in der Passage und schnell entbrannte am Informationsstand eine Diskussion. „Mit dem eigenen Kind in der Stadt unterwegs und den Blick nur auf das Smartphone gerichtet, das geht gar nicht“, so lautete die einhellige Meinung.

Auf diese Weise soll die Aktion Eltern für ein reflektiertes Konsumverhalten sensibilisieren und auf eine reale Gefahr hinweisen: Tatsächlich bringen Smartphones im Körper sogenannte dopaminerge Prozesse in Gang, die Glückshormone freisetzen und süchtig machen können.

„Mit unserer Aufmerksamkeit wollen andere Menschen Geld verdienen“, erklärt Regina Haack, Medienexpertin bei der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention. „Und viele Apps sind genau darauf hin ausgerichtet.“ Ein Problem entstehe immer dann, wenn Kinder deshalb vernachlässigt werden.

„Natürlich ist das Smartphone ein Bestandteil unseres Lebens und wir wollen es nicht verteufeln“, versicherte Ulrike Kompch. „Aber man sollte sich dringend die Frage stellen, wer wen bestimmt.“

Für weitere Informationen und kostenlose Beratung stehen Interessierten die Kräfte der Fachstelle in den Mediensprechstunden in den Räumen an der Feldstraße 2 in Achim, Telefon 04202/8798, zur Verfügung. - sch

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