Ausbau der Grundschule: Entwurf stößt im Fachausschuss auf Kritik

„Zu wenig Platz für Schüler und Lehrer“ in Uesen

Achim - Die Grundschule Uesen soll mit einem neuen Trakt an der Ecke Brückenstraße / Alte Dorfstraße ein „neues Gesicht“ erhalten, sagte Architekt Christian Buck vom Achimer Planungsbüro GME in der Sitzung des Schulausschusses des Stadtrates. 

Lehrer, Eltern und Politiker kritisierten jedoch, dass die geplanten Klassenräume und das Lehrerzimmer zu eng bemessen seien.

Buck informierte, dass bis zum Schuljahr 2019/2020 ein dreigeschossiger Neubau mit Fahrstuhl, rötlicher Klinkerfassade und großzügiger Verglasung errichtet werden soll. Der Entwurf sieht im Erdgeschoss eine Mensa mit 144 Plätzen vor, „auf einer Ebene mit der Pausenhalle“, wo der Haupteingang hinverlegt werden solle. Im ersten und zweiten Obergeschoss sind jeweils zwei Klassen- und Differenzierungsräume für den inklusionsgerechten Ganztagsschulbetrieb sowie Toiletten und Beratungsräume geplant.

Darüber hinaus soll der Verwaltungstrakt neu gestaltet werden. GME will unter anderem das Lehrerzimmer um die benachbarte Bibliothek vergrößern und den Hausmeisterraum näher am neuen Haupteingang platzieren.

Doch das vorgestellte Konzept stieß in der Sitzung auf erhebliche Kritik. „Es ist nicht zu verstehen, dass pro Kind und Lehrkraft lediglich zwei Quadratmeter Platz vorgesehen sind“, bemängelte die kommissarische Rektorin Corinna Kuhr. Eine gesunde Entwicklung der Kinder und ein vernünftiger Austausch der Lehrer untereinander oder mit Eltern wäre unter diesen Umständen kaum möglich.

Bei den Bemessungen halte man sich an gesetzliche Vorgaben, betonte Wiltrud Ysker, Leiterin des Bildungsressorts in der Stadtverwaltung. Italien sei mit 3,5 Quadratmetern pro Schüler im Klassenraum wesentlich kinderfreundlicher, merkte Dr. Petra Gölz (CDU-Fraktion) an.

Kostenobergrenzen von drei Millionen Euro

„Die Kinder brauchen mehr Platz, um besser lernen und sich zwischendurch auch mal bewegen zu können“, bekräftigte Lehrerin Gesine Schulz in der Einwohnerfragestunde. Heutzutage werde in Gruppen gearbeitet, dafür seien die Räume zu klein.

Hans-Michael Paulat (CDU) hielt das geplante Lehrerzimmer für zu beengt. 72 Quadratmeter reichten für 36 Pädagogen nicht aus. Gölz regte an, auf einige der Beratungsräume zu verzichten und dafür das Lehrerzimmer größer zu bauen.

Von allem bitteschön „ein bisschen mehr“ zu bekommen, wie Kuhr formulierte, sei nicht drin, stellte Bürgermeister Rainer Ditzfeld klar. „Dafür haben wir nicht die Mittel im Haushalt.“ Immerhin gebe es ja einen Neubau und keine Containerlösung.

Ausschussvorsitzende Petra Geisler (SPD) pflichtete dem Bürgermeister bei. Die verabredete Kostenobergrenze von drei Millionen Euro für das Vorhaben gelte es einzuhalten. mm

Rubriklistenbild: © dpa

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