Zehntes Achimer Wein- und Winzerfest besticht durch ruhige Atmosphäre bei Schoppen-Vielfalt

Weinselige Stimmung bis spät in die Nacht

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Bis zum späten Abend erreichte auch den letzten Gast die phantastische Weinfest-Stimmung.

Achim - Nach einem rauschenden Eröffnungsfest am Freitag, öffneten die Wein- und Winzerstände ab 11 Uhr am Sonnabend erneut ihre Läden und Theken. Das umfassende Weinangebot bereicherte den Wochenmarkt und viele Achimer ergänzten ihren Einkauf um einen guten Tropfen für das geplante Abendessen. Andere statteten ihrem Lieblingswinzer einen Besuch ab, um Besonderheiten des aktuellen Jahrgangs bei einer Probereihe direkt zu verkosten.

„Wir nutzen den Vormittag für eine intensive Beratung“, beschreibt Josef Eckes vom Weingut H. Zimmermann frühe Aktivitäten, „dabei können wir einmal ganz in Ruhe mit interessierten Besuchern über unser Angebot zu sprechen und Feinheiten erklären.“ Oder der Weinexperte treffe sich mit Stammkunden, die er und Winzergattin Christa über viele Jahre und Besuche in Achim gewonnen habe, freut sich der Fachmann aus Guldental. Zwei Besonderheiten haben sie in diesem Jahr in die Weserstadt getragen: Einen Jubiläums-Riesling anlässlich der zehnten Weinfest-Auflage in Achim, der übrigens am Sonntag restlos ausverkauft war, sowie einen „Traubensecco“ für alkoholfreien Rebengenuss. Erste Gäste nahmen an Tischen und Bänken Platz für einen Schoppen oder ein zweites Frühstück und lauschten der Live–Musik von „Günni & Bernd“.

Bunt gemischte Besucherschar

Am frühen Abend füllte sich der Platz dann sehr rasant und das Organisationsteam musste überlegen, wo noch zusätzliche Tische stehen könnten. Eine bunt gemixte Besucherschar erfreute sich bei einem Schwätzchen am Weinangebot und an der kulinarischen Vielfalt.

„Es ist schön, mal über den Tellerrand zu schauen“, freut sich Dennis Budelmann über die breite Angebotspalette. Beruflich ist der Uesener mit Weineinkauf, insbesondere italienischer Produkte, für eine Bremer Firma beauftragt. „Es ist vor allem nett, mal deutsche Weine zu verkosten“, ergänzt Gattin Anika Ziegler. Im heimischen Weinregal finde man doch vielfach internationale Rebensäfte.

Christa und Josef Eckes aus Guldental an der Nahe pflegen seit 35 Jahren intensiven Kontakt zu Achim und schätzen den persönlichen Kontakt zu zahlreichen Stammkunden beim Wein- und Winzerfest.

Gute Stimmung herrschte zu jeder Zeit am „Lions“-Getränkestand: „Bei uns ist immer viel los“, versichert Frank Bergs, „aber zu uns kommen in der Regel keine ausgewiesenen Weinliebhaber, sondern viele Freunde und Bekannte, die für einen guten Zweck unser Sortiment durchprobieren.“

Ten Straight Wins dringen nicht zu den Gästen durch

Johannes Pabst aus Sachsen, der seine Freundin Monika Steinführer in Achim besucht, kennt Weinfeste auch aus seiner Heimat. Die Achimer Variante müsse dank der angenehmen Atmosphäre den Vergleich nicht scheuen. Gut gefiel beiden am Freitag der Auftritt von „Larry and the Handjive“, so dass sich das Paar entschloss, auch Sonntag noch einmal beim Weinfest vorbeizuschauen.

Monika Steinführer aus Achim und ihr Lebensgefährte Johannes Pabst, der sie aus Sachsen besuchte, lobten die angenehme Atmosphäre beim Weinfest. - Foto: Duncan

Alle Besucher eint die Liebe zur ruhigen und entspannten Atmosphäre des Weinfestes. „Wein zieht eben andere Leute als Korn“, bemerkt Christopher Dürr, Gast aus der Bundeshauptstadt, und beschreibt damit treffend das Flair rund um den Bibliotheksplatz.

Da spielte es denn auch keine Rolle, wenn der Blues und Rock 'n‘Roll der Ten Straight Wins nicht so richtig durchdringen wollte. Aber für Partyfreunde stand schließlich noch DJ Kalle in den Startlöchern und bescherte Festtagsstimmung bis kurz nach Mitternacht. „Freitag war noch einmal genauso stark besucht wie die Jahre zuvor, am Samstag haben wir noch eine Steigerung erlebt“, stellte Organisator Helmut Hornig fest.

Flammkuchen bereits ab 16 Uhr ausverkauft

Auch der Sonntag zog eine beachtliche Anzahl an Gästen. „Der Umsatz stimmt“, verriet Fred Behnken vom Weingut Bechtel aus Worms gut gelaunt. Doris Grade aus Sulingen konnte auch nicht meckern: Weil viele Gäste ihren Flammkuchen offenbar sehr schätzten, konnte der Stand Sonntag um 16 Uhr wegen Ausverkaufs schließen. Grade ist seit fünf Jahren dabei – und findet, das Achimer Weinfest habe genau die richtige Größe. Hermann Grimmelman, der „Rökjes“ – geräucherte Kartoffeln mit Dip – anbot, zog nicht ganz so eine positive Bilanz. Er schrieb den etwas schleppenden Verkauf seinem Standort zu: „Bis die Leute bei mir angekommen sind, haben sie sich woanders schon satt gegessen.“

Bereits am frühen Samstagabend waren alle Tische und Bänke auf dem Bibliotheksplatz belegt – und das blieb so bis spät in die Nacht.

Am parallel laufenden verkaufsoffenen Sonntag beteiligten sich von 13 bis 18 Uhr etliche Geschäfte. Wie zu hören war, mit überwiegend positiver Resonanz.

sch/ldu

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