Johann Meyer bricht mit Wählergemeinschaft

Weg von WGA, hin zur CDU

Im Fokus: Johann Meyer.
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Im Fokus: Johann Meyer.

Achim – Bei der Kommunalwahl am 12. September kam die Wählergemeinschaft Achim (WGA) böse unter die Räder. Zwei ihrer drei Mandate im Stadtrat verlor sie. Nun ist auch noch der letzte Sitz futsch, zumindest vorerst. Denn Johann Meyer, der diesen errungen hatte, hat seinen Austritt aus der WGA erklärt und will nun als „Einzelkämpfer“ zusammen mit der CDU-Fraktion eine Gruppe bilden.

Ein Leberhaken für die Wählergemeinschaft, die nach diesem jüngsten Niederschlag um ihre Existenz ringen muss.

Bereits das schlechteste Wahlergebnis in ihrer 30-jährigen Geschichte hatte in der WGA umgehend zu Frust und Knatsch geführt, wie zu hören war. Vorsitzender und Fraktionschef Wolfgang Heckel, dessen Sohn Michael und Robert Bonin büßten allesamt ihre Sitze im Rat ein. Nur einer schaffte den Sprung in das oberste Entscheidungsgremium der Stadt. Ausgerechnet der reaktivierte Meyer, der vor Jahrzehnten dem Rat angehört hatte, sammelte genügend Stimmen für ein Comeback. Aber jetzt hat der Landwirt nach langer Zugehörigkeit zur Wählergemeinschaft mit eben dieser gebrochen.

„Wir haben über die Politik der nächsten fünf Jahre diskutiert. Wolfgang Heckel und ich waren dabei unterschiedlicher Auffassung“, schildert Meyer auf Nachfrage dieser Zeitung den Grund für das Zerwürfnis.

Er habe daraufhin Kontakt zur CDU-Fraktion aufgenommen. Nach einem für heute geplanten abschließenden Gespräch mit den Christdemokraten werde es vermutlich zur Gruppenbildung kommen.

„Denn allein kann ich im Rat ja nicht viel ausrichten“, weiß der 57-Jährige. Als Einzelner dürfte Meyer lediglich in einem Ausschuss als beratendes Mitglied mitwirken, ohne dort Stimmrecht zu haben. Und wie die CDU, fügt der Ex-WGAler hinzu, sei er gegen „Achim-West“, während die SPD und die FDP sich ja für das Projekt ausgesprochen hätten und deshalb für ihn als Gruppenpartner nicht infrage kämen.

Wolfgang Heckel ist über Meyers Vorgehen und Einlassungen mehr als zerknirscht. „Es hat kein Gespräch mit ihm über die künftige politische Ausrichtung der WGA gegeben“, sagt der Vorsitzende auf Nachfrage. Die gesamte Wählergemeinschaft sei über Meyers Verhalten entsetzt. „Damit hat er ja auch unsere Wähler enttäuscht.“

Im Stadtrat zeichnet sich unterdessen ein Kräftegleichgewicht von 13:13 zwischen den beiden großen Fraktionen ab. Die SPD, die bei der Wahl elf Sitze und damit einen weniger als die CDU gewann, wird aller Voraussicht nach mit Marcel Dominic Bandowski (Freie Wähler) und Jan-Oliver Kornau (Linke) eine Ratsgruppe bilden. Alle Beteiligten seien dafür, bestätigte die neue SPD-Fraktionschefin Petra Geisler auf Nachfrage. Allerdings müsse die Mitgliederversammlung der Partei noch zustimmen.

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