Allianz der Rotary-Clubs unterstützt Versorgungsprojekt in Guinea

Wasser für Massarankissidou

Der Anfang ist gemacht: Alexander Rösner (Mitte) nimmt eine Spende zur Wasser-Ersterkundung entgegen. Gerrit Ermel, Henry Och, Jutta Mester-Camara und Stephan Hildebrandt (von links) unterstützen das Projekt in Guinea. Die Rotarier suchen noch zusätzliche Sponsoren.
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Der Anfang ist gemacht: Alexander Rösner (Mitte) nimmt eine Spende zur Wasser-Ersterkundung entgegen. Gerrit Ermel, Henry Och, Jutta Mester-Camara und Stephan Hildebrandt (von links) unterstützen das Projekt in Guinea. Die Rotarier suchen noch zusätzliche Sponsoren.

Achim – Um ein abgelegenes Dorf im westafrikanischen Staat Guinea mit einer Wasserversorgung auszustatten, bündeln mehrere regionale Initiativen ihre Kompetenzen und Kräfte. Die Nichtregierungsorganisation (NGO) „Juciel“ mit Sitz in Bremen und Guinea, die Bremer Regionalgruppe Ingenieure ohne Grenzen (IoG) sowie die Rotary-Clubs aus Achim, Oyten und Verden ziehen gemeinsam an einem Strang – sie liefern Know-how, spenden Geld und suchen weitere Sponsoren. Am Freitag übergaben die Rotarier in Achim einen ersten symbolischen Mauerstein, verbunden mit einer Spende in Höhe von 9700 Euro, für die Ersterkundung in Massarankissidou an IoG-Projektleiter Alexander Rösner. „Wir werden das Projekt weiterhin unterstützen“, versichert Henry Och, Geschäftsführer und Projektbeauftragter beim Ingenieurbüro Dr. Born - Dr. Ermel.

Gründer der NGO „Juciel“ mit persönlichen Kontakten nach Massarankissidou hatten im vergangenen Jahr bereits erfolgreich eine Lehrkraft im Dorf etabliert. Nun möchten die Initiatoren einen weiteren Schritt gehen und waren an die Bremer Ingenieure von IoG herangetreten. „Wir haben uns schließlich für dieses Projekt entschieden, weil einige unserer Mitglieder bereits Erfahrungen in Guinea sammeln konnten und wir zuverlässige Partner vor Ort gefunden haben“, erklärt Alexander Rösner. Einige IoG-Mitglieder wiederum arbeiten beim Achimer Ingenieurbüro Dr. Born - Dr. Ermel, das regelmäßig Gelder für gute Zwecke zur Verfügung stellt. Das Unternehmen verdoppelt Einnahmen aus einem Kalenderverkauf und stellt es dem Wasserprojekt zur Verfügung.

Der Weg zu den Rotariern ist ebenfalls kurz: Jörn Ermel und Henry Och engagieren sich seit Jahren im Achimer Club und im Stadttombola-Verein. Gemeinsam mit den Verdener und Oytener Rotary-Kollegen sowie weiteren Sponsoren stellen sie ein finanzstarkes Förderbündnis. „Bei uns traf die Idee ebenfalls auf offene Ohren“, erklärt Stephan Hildebrandt, Präsident des Oytener Clubs, der zuvor bereits ein Schulprojekt und den Aufbau einer Ananas-Plantage in Guinea unterstützt hat.

Das Projekt bedeute wegen der Abgelegenheit des Dorfes eine große logistische und technische Herausforderung. „Eine erste Erkundung vor Ort dient der Entscheidungsfindung“, beschreibt Rösner das Vorgehen. Drei Möglichkeiten stehen zur Verfügung: Entweder werde Regenwasser gesammelt, Grundwasser gefördert oder Wasser aus einem entfernt gelegenen Fluss zum Dorf geleitet und aufbereitet. „Wir prüfen anhand von zahlreichen Daten, welcher Weg realistisch ist“, erläutert Rösner. Dabei spiele auch der kulturelle Aspekt eine wichtige Rolle. Die Kosten hängen letztlich sehr davon ab, welche Lösung umgesetzt werden könne. Die erste Phase kostet etwa 13 000 Euro. Von diesem Betrag bringen die drei Rotary-Clubs 9700 auf. Der Restbetrag wird durch „Juciel“ abgesichert.

Die Implementierung und die spätere Evaluation kosten voraussichtlich 42 000 Euro. Für diese Projektabschnitte wollen die drei Clubs in Summe weitere rund 25 000 Euro bereitstellen. Der Restbetrag soll über andere Fördermöglichkeiten und Sponsoren gedeckt werden.

Pandemie-bedingt wurde die Erkundungsphase, die eigentlich jetzt hätte beginnen sollen, um ein Jahr verschoben, sodass der Einsatz vor Ort in Guinea zum Jahreswechsel 2021/22 stattfinden soll – mit anschließender praktischer Umsetzung der Trinkwasserversorgung..

„Guinea gehört zu den ärmsten Ländern der Welt“, beschreibt „Juciel“-Projektinitiatorin Jutta Mester-Camara die Situation. Die Maßnahme in dem Dorf mit seinen rund 500 Bewohnern soll eine Verbesserung der Hygienebedingungen sicherstellen, das Alltagsleben erleichtern und damit den Kindern und Jugendlichen mehr Zeit für Bildung ermöglichen. Der bisherige Projektverlauf zur Unterstützung des Dorfs verlaufe vielversprechend und biete Anknüpfungspunkte. Seitens der Organisation bestehe der Wunsch, das Engagement über die Dorfgrenzen hinaus fortzuführen.

Von Ingo Schmidt

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