Initiative formuliert ihre Bedenken

Warum nicht Amazon in Achim-West?

Achim - Es gebe eine Alternative für Amazon. Ansiedlungsmöglichkeiten gebe es auf dem circa 100 Hektar großen geplanten Gewerbegebiet Achim-West am Bremer Kreuz einschließlich einer neuen A27-Anschlussstelle. 

„Zweifelsfrei könnte Amazon ein eventuelles Vorhaben in Achim-West erst zeitverzögert aufnehmen. Da Amazon ja bekannt dafür ist, sehr langfristig zu planen, wäre eine Alternative, vorerst an einem anderen Standort außerhalb von Achim zu beginnen und dann später auf den Standort Achim-West zurückzukommen.“

Das ist eine Passage aus der Stellungnahme der „Bürgerinteressenvertretung in Sachen Amazon-Ansiedlung“ zu dem neuen auf Amazon zugeschnittenen Bebauungsplan „Verkehrsentwicklung Achim-Ost“. Hinter der Stellungnahme stehen insbesondere Hans-Dieter Pöhls und Thomas Wendt.

Stadt an transparentes Vorgehen erinnert

Sie wenden sich wiederholt gegen das in ihren Augen unvollständige und teilweise auch fehlerhafte Verkehrsgutachten, das auch die Verkehrsflüsse der Wagen von 2.500 Amazon-Mitarbeitern und tausenden Lastern nach dem Bau von zwei Zufahrten von der Autobahn und der L 156 zum Gewerbegelände im Uesener Feld betrachten soll. Wie mehrfach berichtet, endet diese Betrachtung bis jetzt etwa bei der Desma.

Pöhls und Wendt erinnern die Stadtspitze an ihre nach der geplatzten Log4-Real-Ansiedlung gegebenen und im Achimer Kreisblatt veröffentlichten Erklärungen, dass die Stadt nun das Gelände im Uesener Feld mit mehreren kleinen und mittleren Unternehmen füllen wolle und dass sie die Bevölkerung so früh wie möglich und so transparent wie möglich an Ansiedlungen beteiligen wolle.

Initiative befürchtet Umweltschäden 

Gegen einen gesunden Branchenmix wie auf der anderen Seite der L 156 im Gewerbepark Uesen und Baden oder in Oyten hätten die Kritiker nichts einzuwenden.

Pöhls und Wendt ist die jetzige Großansiedlung mit der Versiegelung von 5.000 Quadratmetern Bodenfläche unverständlich.

Sie weisen dann insbesondere auf befürchtete Umweltschäden hin und wenden sich gegen die Verrohrung des westlich gelegenen Entwässerungsgrabens, Beeinträchtigungen des Bodens und von Biotopen, Gefährdung geschützter Arten, der gesamten Flora und Fauna, der Luft und des Mikroklimas.

Beim großen Verkehrszuwachs sollten nicht nur mögliche Staus, sondern auch die Lärmbelästigungen in den einzelnen Teilen der Stadt untersucht werden.

Noch ist der Bebauungsplan zu den neuen Amazon-Abfahrten nicht durch den Stadtrat und die Ansiedlung des Online-Händlers noch keineswegs sicher, wie auch Erster Stadtrat Bernd Kettenburg zuletzt betonte.  - mb

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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