Freese Chef / Partei tritt bei Kommunalwahl an

Wappler als Vorsitzender der AfD abgewählt

ACHIM - Der AfD-Kreisverband Osterholz/Verden hat im Achimer Hotel Gieschen getagt. Das ist insofern bemerkenswert als die AfD in einer Pressemitteilung behauptet hatte, ihr würden hier von Gastronomen keine Räume zur Verfügung gestellt.

Bemerkenswert ist auch, dass die AfD bei den fälligen Neuwahlen zum Kreisvorstand ihren bisherigen Kreisvorsitzenden Uwe Wappler aus Oyten abgelöst hat. Neuer Kreisvorsitzender ist der bisherige Vizechef Thorben Freese (Schwanewede), der die Kampfabstimmung gegen Wappler mit 23:10 Stimmen für sich entschied.

Wie wir aus Parteikreisen erfuhren, war Wappler im vergangenen Jahr sogar aus der AfD ausgetreten, nachdem falsche, nicht belegbare Behauptungen von ihm in den Medien Wirbel ausgelöst hatten. Wie von unserer Zeitung berichtet, hatte er während einer Veranstaltung in Schwanewede behauptet, Flüchtlinge hätten im Bereich Unterweser ein zwölfjähriges Mädchen vergewaltigt, Polizei und Justiz hätten das nicht verfolgt. Wappler hatte dann nachgelegt, wenn Polizei, Staatsanwaltschaft und Richter nicht ihren Pflichten nachkämen „und wenn niemand in diesem verdammten Laden seine Aufgabe erfüllt, dann werden wir das machen.“ Wappler musste später einräumen, dass nichts davon wahr war. Er habe es verwechselt mit einem anderen Fall andernorts, entschuldigte er sich. Hier war der Tatverdächtige aber verhaftet worden.

Neben dem Wechsel in der Spitze wurden in den Kreisvorstand der so genannten Alternative für Deutschland gewählt als 1. stellvertretender Kreisvorsitzender Thomas Kluwe (Achim) und als 2. stellvertretender Kreisvorsitzender Lars Mönnich (Ottersberg). Schatzmeister ist Ingo Köhn (Oyten), während Janet Kluwe (Achim) Schrftführerin ist. Als Beisitzer gehören dem Kreisvorstand an Crispin Silvester Czernetzki (Osterholz-Scharmbeck), Sebastian Dahlweg (Achim), Michael Fricke (Osterholz-Scharmbeck), Nils Rauber (Lilienthal), Jochen Rohrberg (Langwedel) und Nils Tkaczyk (Schwanewede).

Der Kreisverband der neuen Partei teilt mit, dass er sich nach den Wahlen erst neu sortieren müsse. Die AfD wird bei den Kommunalwahlen im Landkreis Verden antreten, kündigt sie an. Neben dem Kreistag will man auch in die Räte der Städte und Gemeinden im Kreis Verden einziehen. - mb

Rubriklistenbild: © dpa

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