Vergrößerter Abstand dient der Entwicklung der Bäume

Wald am Nordhornsberg wird ausgedünnt

Zu eng stehen die Bäume in dem noch jungen Wald beieinander. Foto: Kjara von staden

Achim – Der Wald am Nordhornsberg wird erstmals durchgeforstet, das heißt im Klartext: Bäume werden gefällt. Laut Mitteilung der städtischen Biologin Marion Rusch ist dies notwendig, um die Stämme der verbleibenden Bäume dicker werden zu lassen. Eine bessere Kronen- und Wurzelentwicklung gebe dem Baum zudem mehr Stabilität.

Vor 20 Jahren war die Politik dem Antrag der Ratsfaktion der Grünen gefolgt, den Waldanteil Achims bis 2010 zu verdoppeln. Damals wurde am Nordhornsberg auf 2,2 Hektar Fläche mit Fördermitteln der Landwirtschaftskammer ein Laubwald gepflanzt. „Die Auswahl der Baumarten ergab sich durch die Kartierung des Bodens und unter der Vorgabe, ausschließlich Laubgehölze zu pflanzen“, berichtet Rusch. In der Hauptsache wurden Traubeneichen, insgesamt 7 000, gesetzt. Dazu kamen 2 700 Buchen, 500 Winterlinden, 250 Bergahorne und zum Scheefmoorgraben hin 200 Schwarzerlen. Eine mehrreihige Hecke heimischer Gehölze, bestehend aus 1 200 Hartriegeln, Schlehen und Weiden, begrenzt die jungen Bäume, und die gesamte Neuaufforstung wurde eingezäunt, um sie vor Wildverbiss zu schützen. „Der Wald hat sich prächtig entwickelt, es waren keine Ausfälle zu verzeichnen, und der Wildschutzzaun konnte bereits nach acht Jahren entfernt werden“, sagt Rusch.

Zehn Jahre nach der Pflanzung ließ die Stadt sehr eng stehende dünne Bäume herausnehmen. Mittlerweile hat sich der Jungbestand laut Rusch so entwickelt, dass der Abstand zwischen den Bäumen erneut vergrößert werden muss, um weiterhin einen „vitalen Laubholzmischbestand zu erhalten“. Auch sei es wichtig, die ursprünglich eingebrachten Mischungsverhältnisse im Auge zu behalten, um zu verhindern, dass letztendlich nur noch ein oder zwei dominierende Baumarten bleiben. Denn so könnten sich Bestandsrisiken etwa durch Umwelteinflüsse aller Art erhöhen.

„Gerade im Hinblick auf die großen klimatischen Veränderungen mit längeren Trockenperioden ist es von großer Wichtigkeit, die eingeschränkten Wasserressourcen möglichst optimal auf Zukunftsträger einzusetzen und durch bessere Kronenentwicklung Bäume gegen Gefährdungen resistenter zu machen“, erklärt Rusch.

Die Durchforstung ist kurzfristig geplant. Das entnommene Holz wird, soweit verwertbar, zur weiteren Vermarktung bereitgestellt, erklärt die Biologin.  sb

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