Der Abriss des 31 Meter hohen Lieken-Turms hat begonnen

Ein Wahrzeichen verschwindet

Nach nur einer halben Stunde klafft bereits ein großes Loch im Turm. Foto: Bischoff

Achim - Von Sandra Bischoff. Am Mittwochmorgen kurz vor halb zehn nahm das Ende seinen Anfang: Der 100 Tonnen schwere Bagger setzte mit seinem 40 Meter langen Ausleger an, um vor den Augen vieler Schaulustiger den Lieken-Turm auf dem Gelände der ehemaligen Achimer Brotfabrik abzureißen und den Weg für ein komplett neues Quartier an der Bahn frei zu machen.

Update, 11. Juli

Nach einer fast eintägigen Pause geht der Abriss des Lieken-Turms in Achim seit Donnerstagmittag weiter. Wie berichtet, hatte der neue Bagger am Mittwochmittag nur wenige Stunden nach dem Beginn der Arbeiten einen Fehler in der Elektronik angezeigt. Monteure waren im Einsatz, um den Fehler zu beheben. Eine Zeitverzögerung gibt es laut Werner Ohlrogge, Geschäftsführer des Verdener Abbruchunternehmens Regrata nicht. „Wir halten den Zeitplan, der Turm fällt wie geplant am Freitag.

Originalmeldung, 10. Juli

Eigentlich war das Spektakel schon im Frühjahr angesetzt gewesen, aber der Bagger ließ auf sich warten. „Das ist ein ganz neues Gerät“, erklärt Hauke Schiller, Bauleiter der Verdener Firma Regrata Abbruch und Recycling, die den Abbruch des Turms verantwortet. Die Lieferzeit hätte sich verzögert, und der Bagger musste eine gewisse Stundenzahl getestet werden.

Eine Woche dauert es voraussichtlich, bis von dem knapp 60 Jahre alten Turm nichts mehr zu sehen sein wird. „Wir tragen ihn bis auf 20 Meter ab, dann kommt ein anderer Bagger mit einem kürzeren Ausleger zum Einsatz“, erklärt der Bauleiter das Prozedere. „Freitag ist der Turm weg“, lautete seine Einschätzung am Mittwochmorgen.

Danach widmen sich die Arbeiter dem unterirdischen Bereich. Zwei Etagen tief geht es in den Keller, wo Betonsohlen auf die Bagger warten. „Es ist nicht ganz einfach, was da kommt“, sagt Schiller. Trotzdem ist er zuversichtlich, dass der Abriss reibungslos vonstatten geht. „Die Kollegen haben 20 Jahre Erfahrung, das klappt schon.“

Sein Optimismus erhielt jedoch am frühen Nachmittag einen Dämpfer, als die Elektronik des Baggers einen Sicherheitsfehler meldete. „Nichts Schlimmes, das passiert mal, gerade wenn die Geräte neu sind“, sagte Schiller. Monteure des Herstellers suchten den Nachmittag über den Fehler, während die Abrissarbeiten ruhten. Heute soll es nun weitergehen.

Das Lieken-Werk hat im Jahr 2011 seine Tore geschlossen. In den kommenden Jahren soll auf dem rund drei Hektar großen Gelände mithilfe von Bundesfördermitteln in Millionenhöhe ein neuer Stadtteil entstehen. Insgesamt 14 000 Quadratmeter hat die Stadt erworben, die andere Hälfte gehört der Hamburger Firma W& S, die auch für den Abriss der Fabrik und die Beseitigung der Altlasten verantwortlich ist.

150 Wohnungen sollen auf 16 000 Quadratmetern gebaut werden, davon 20 Prozent für den schmalen Geldbeutel.

Der städtebauliche Vertrag sieht laut Stadtplanerin Angelika Steinbach zudem 5 800 Quadratmeter für Gewerbe, Dienstleistungen und – auf 900 Quadratmeter begrenzt – Einzelhandel vor. Darüber hinaus sollen ein Kindergarten, ein Parkhaus mit öffentlichen, aber auch privaten Stellplätzen sowie ein Zentraler Omnibusbahnhof (Zob) entstehen. Voraussichtlich im Frühjahr 2020 ist Baubeginn.

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