Humorvolle und politische Texte

Liedermacher Tom Kirk: Wachsamer Blick auf die Gesellschaft

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Liedermacher Tom Kirk in der Gaststätte „Krawep“.

Achim - Liedermacher Tom Kirk, 1964 in Hamburg geboren, lebte und arbeitete in Walsrode. Seither ist er als Straßenmusiker unterwegs gewesen und hat viele Eindrücke gesammelt.

Mit zunehmendem Alter habe er seinen Wohnort weniger häufig gewechselt, gibt der Multiinstrumentalist zu. Kirk spielt Gitarre, Tin Whistle und Mundharmonika, im „echten Leben“ ist er Kindergärtner. Am vergangenen Samstagabend war er zu Gast bei Melanie und Reiner Wolters, die die Gaststätte „Krawep“ im Vereinsheim des TSV Achim betreiben.

Der äußerst sympathische Tom Kirk, der den Dialog mit dem Publikum suchte und dies auch als Teil seines Programms immer wieder einbaute, präsentierte an diesem Abend die ganze Bandbreite seiner durchweg selbst gedichteten und komponierten Songs. So setzt er sich in dem Lied „Die Zeit in Eile“ nachdenklich mit der Rastlosigkeit und der mangelnden Zeit für die Liebe auseinander. 

Er rechnet ab mit dem „Frühen Vogel“, der ihm frühmorgens den Schlaf raubt. Und in „Ich habe einen Traum“ zelebriert er den Blues vom toten Hund. Darin verarbeitete er aktuelles Zeitgeschehen und brachte das Publikum zum Schmunzeln.

„Ideen aus Beton“, „So weit, so gut“ und „Das psychedelische Kornblumenbild“ sind Liedtexte, in denen Tom Kirk den Alltag, Erinnerungen an längst vergangenes und ein Leben abseits der Gesellschaft, nicht ganz ohne ironischen Unterton, Revue passieren lässt.

Selbstironisch und politisch kann Kirk auch. Das bewies er beim Konzert und hielt sich und dem Publikum mit „Die Welt ist voller Idioten“ einen Spiegel vor. In Anlehnung an das Märchen „Der Froschkönig“ setzt er sich mit „Nazis am Dorfteich“ humorvoll und ironisch mit der rechten Szene auseinander.

Tiere haben es dem Liedermacher angetan, denn im weiteren Verlauf sind Katzen, Papageien, Krähen, Feldhasen und Fische immer wieder die Hauptfiguren in seinen Texten. Mit einem sehr wachsamen Auge schaut er auf diese Gesellschaft, wo das „Leben kein Ponyhof“ ist und die „Katzen von den Mäusen Schutzgeld erpressen“. Nie Mainstream aber immer querdenkend.

Am Ende forderte das Publikum eine Zugabe, worauf Kirk auf seine Art mit „Worauf ich mich freu’“ und den fast schon legendären „Feldhasen in Dortmund Nord“ antwortete.

hem

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