Vorsorge für den Ernstfall 

Donnerstag Telefonaktion des Achimer Kreisblatts mit drei Notaren

Eghard Teichmann.

Achim - Ein schwerer Unfall, Krankheit, Behinderung oder Altersschwäche – viele Umstände können dazu führen, dass Menschen nicht mehr in der Lage sind, sich um ihre persönlichen Angelegenheiten zu kümmern oder über medizinische Maßnahmen zu entscheiden. Wie sorgt man für solche Notfälle rechtlich vor?

Am Donnerstag, 15. März, zwischen 18 und 19.30 Uhr haben die Leser unserer Zeitung bei einer Telefonaktion des Achimer Kreisblatts und der Notarkammer Celle Gelegenheit, ihre Fragen zu diesem Thema an Fachleute, an die drei Rechtsanwälte und Notare Norbert Lühring und Eghard Teichmann aus Achim sowie Berthold von Hollen aus Thedinghausen, zu richten.

Zum Thema: Ein weitverbreiteter Irrtum ist es, dass sich der Betroffene in Notsituationen automatisch von seinem Ehepartner oder seinen Kindern vertreten lassen darf. Wer Verwandte oder Freunde bevollmächtigen möchte, sollte dies schriftlich in einer Vorsorgevollmacht tun. Liegt keine Vorsorgevollmacht vor, bestellt das Vormundschaftsgericht einen Betreuer von Amts wegen. Eine Vollmacht ist absolute Vertrauenssache. Der Bevollmächtigte erhält einen großen Einfluss auf das Leben des Vollmachtgebers, sobald dieser betreuungsbedürftig geworden ist. Doch genauso wichtig ist, dass die Vertrauensperson seinen zugedachten Aufgaben auch fachlich und charakterlich gewachsen ist.

Berthold von Hollen.

Um die ermächtigte Person nicht in Entscheidungszwänge zu drängen, ist es wichtig, dass der Vollmachtgeber ihm möglichst konkrete Weisungen erteilt. Patientenverfügungen helfen, wenn der Patient aufgrund akuter Verletzung oder Erkrankung nicht mehr in der Lage ist, seinen Willen gegenüber dem Arzt zu äußern. In einer Patientenverfügung kann vorab bei vollem Bewusstsein bestimmt werden, welche Behandlungen der Patient wünscht und welche nicht. Außerdem bestimmt der Betroffene eine Person seines Vertrauens, die ihn gegenüber Ärzten vertritt.

Norbert Lühring

Was ist, wenn der Patient Organspender ist, sich aber gegen lebensverlängernde Maßnahmen entschieden hat? Eine Organentnahme kann ohne eine intensivmedizinische Behandlung bis zum Hirntod nicht vorgenommen werden. Hat sich der Betroffene nun gegen lebensverlängernde Maßnahmen entschieden, muss die Vertrauensperson den Konflikt zugunsten der Patientenverfügung auflösen.

Wie muss eine Patientenverfügung formuliert sein, um sie von dem Wunsch zur Organspende nicht zu isolieren? Wie widerruft oder ändert man eine Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung? Warum kann es sinnvoll sein, mehrere Bevollmächtigte zu benennen? Für diese und andere Fragen stehen Ihnen am kommenden Donnerstag unsere Rechtsexperten am Telefon zur Verfügung. So erreichen Sie sie (mit oder ohne Achimer Vorwahl 04202):

Norbert Lühring unter 515141, Eghard Teichmann unter 515142 und Berthold von Hollen unter 515146.

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