Les Brünettes interpretieren Songs der weltberühmten Liverpooler Pilzköpfe ganz neu

Vier Frauen machen Jungs-Ding

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Immer in Bewegung: Mit rasanter Bühnenperformance präsentierten Julia Pellegrini, Stefanie Neigel, Lisa Herbolzheimer und Juliette Bousset (von links) Beatles-Welt-Hits der 1960er Jahre in zeitgenössischer Weise.

Achim - Von Ingo Schmidt. Sie wollten gerne mal ein „Jungs-Ding“ machen und dafür legten die vier jungen Frauen der A-cappella-Gruppe Les Brünettes das Lebenswerk der Beatles auf den musikalischen Seziertisch.

Am Freitag präsentierte nun das Quartett erstmals im Kulturhaus Alter Schützenhof (Kasch) sein zweites Album mit dem Titel „The Beatles Close-up“.

Neue Interpretation der Beatles

Die Besonderheit des Abends: Es handelte sich um eine vorgezogene Premiere, denn eigentlich war diese für Samstagabend in Leer geplant. Weil aber im November ein Konzert krankheitsbedingt abgebrochen werden musste, folgte nun dieser „eingeschobene“ Nachholtermin.

„Das ist ein großartiger Zufall, dass die Frauen bei dieser Gelegenheit ihre neue CD vorstellen können“, freute sich Susanne Groll vom Kasch-Team. Die Zuschauer erlebten eine mitreißende Bühnenshow, in der das Mädels-Quartett die Beatles vollkommen neu interpretiert. Jede der Frauen befasste sich dabei in eigener Weise mit den Werken der Liverpooler „Pilzköpfe“. Obwohl einer anderen Ära entwachsen, habe die britische Boygroup sie seit ihrer Kindheit geprägt, und so arrangierten sie Lieblingsstücke ganz nach ihrem unnachahmlichen A-capella-Stil oder nahmen sie als Inspiration für Eigenkompositionen. Um das richtige „Beatles-Gefühl“ zu erlangen, unternahmen die Frauen eine Reise von Hamburg über Liverpool und London und besuchten Beatles-Kultorte. Den „letzten Schliff“ erhielt ihr neues Album schließlich in den legendären Abbey-Road-Studios.

Jede Sängerin lässt einen anderen Stil erklingen

Das Ergebnis erlebten die begeisterten Eltern, Freunde, Verwandte und Musikbegeisterte im großen Saal des Kulturhauses. Zum Auftakt zeichnete das Vokal-Quartett mit einem Song-Medley sowie inszenierten Radiomeldungen Stationen der Band-Karriere nach – von der Namensgebung bis zur Entstehungsgeschichte einzelner Stücke. Währenddessen nahmen die Vokalkünstlerinnen ihre Gäste per Videoprojektion mit auf ihre musikalische Reise und begeisterten mit modernen Variationen von „Here comes the sun“, „For no one“ oder „And I love her“. Mit „Why don´t we do it on the road“ boten die Sängerinnen eine Vierfach-Interpretation des Stückes, in der jede mal rockig, jazzig, im Heavy-Metal-Habitus oder frech klassisch in deutscher Übersetzung ihren bevorzugten Stil zum Ausdruck brachte. Inspiriert durch „She´s leaving home“ schafft Lisa Herbolzheimer eine beeindruckende Eigenkomposition mit dem Titel „Mit der Morgensonne“, in der sie Fragen am Rande jener Familiengeschichte sentimental-gefühlvoll beleuchtet.

Wer Meilensteine der Musikgeschichte wie „Lady Madonna“ und „They gone crucify me“ in neuem Kleid erleben möchte, darf dieses Vokal-Spektakel nicht verpassen. Die vier studierten Jazz-Sängerinen präsentierten mit ihrem neuen Programm einen einzigartigen Rückblick auf das Gesamtwerk der „Fab Four“. Die Show muss man einfach selbst erleben, erklärt Licht- und Tontechniker Thomas Mark: „Die unterschiedlichen Stimmen harmonieren perfekt und erzeugen einen einzigartigen Klangteppich, der einen berührt und dessen Wirkung man sich kaum entziehen kann.“

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