Ohne Achimer Bürgerstiftung wäre einiges so nicht machbar

Vielseitige Förderung läuft oft ganz im Stillen

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Verfügbares Einkommen gestiegen

Achim - Seit der Gründung vor gut zehn Jahren erweitert die Achimer Bürgerstiftung den Kreis der Empfänger ihrer Fördermittel. Allein im ersten Halbjahr 2016 stellte sie rund 15.400 Euro der Flüchtlingshilfe zur Verfügung, und noch einmal um die 14.000 Euro kamen anderen Projekten und Einrichtungen in Achim zu Gute.

Schon jetzt sei erkennbar, dass dieses Jahr das bisher erfolgreichste der Stiftung werde, machte deren Vereinsvorsitzender Dieter jetzt im Pressegespräch deutlich. Möglich wurde das nur, „weil wir auch eine Menge einsammeln“. Ganz überwiegend lebt die ausschließlich ehrenamtlich funktionierende Einrichtung nämlich von Spenden.

Und da ging eine Großspende von 25.000 Euro ein, mit der der anonym bleibende Gönner vor allem den Schwerpunkt Deutschunterricht bei der Flüchtlingshilfe unterstützen will.

Ein Erdgas-Transportunternehmen steuerte 5000 Euro bei, aber es flossen auch auf privaten Geburtstagsfeiern und Beerdigungen gesammelte Beträge der Bürgerstiftung zu. Einnahmen aus den Büchermärkten, Konzerten und anderen Veranstaltungen kommen hinzu. Der 112 000-Euro-Kapital-Grundstock dieser Stiftung ist hingegen fest angelegt. Wegen der aktuellen Zinssituation gibt es hieraus kaum zusätzliche Erlöse.

Die Förderliste scheint dennoch fast endlos: 4000 Euro für terre des hommes zur Eröffnung des neuen Ladens, 4000 Euro für ein Filmprojekt des Cato-Gymnasiums über Flüchtlings-Erfahrungen beim Erlernen der deutschen Sprache, 900 Euro für die Stadtbibliothek zum Kauf von Büchern für Flüchtlinge, 5000 Euro jährlich für das Lesementoring-Projekt der Hauptschüler, 1500 Euro für einen Spielturm der Kinderstube Achim, 3000 Euro zur Ausrüstung der Skateranlage in Baden, 1500 Euro zur Reparatur des Bauwagens für den Waldkindergarten, Übernahme von Busfahrkosten und, und, und... Oft laufe die Förderung ganz im Stillen ohne öffentliche Berichterstattung, betont Dieter Scheid.

Besonders stolz ist die Stiftung auf die rundum von ihr organisierten Projekte „Lernort Wald“ und „Lernort Bauernhof“. Dabei erleben Achimer Schulkinder manchmal erstmals, woher die Milch wirklich kommt oder wie ein Wald wirklich von innen aussieht.

Aus vier Mitgliedern besteht der Stiftungs-Vorstand. Neben Scheid gehören dazu sein Stellvertreter Rolf Wiesner sowie Liane Wiesner und Lutz Oltmanns. Etwa 25 weitere aktive Unterstützer etwa bei der Vorbereitung von Konzerten und weiteren Veranstaltungen gibt es und natürlich das 14-köpfige Kuratorium, das den Vorstand für jeweils drei Jahre wählt und kontrolliert.

Kuratoriumsvorsitzender ist Sascha Erbacher, und mit dazu gehören weitere markante Achimer Persönlichkeiten wie Bürgermeister, Steuerberater, Unternehmer und andere, erläutert Scheid.

Im Vorstand wäre ein „fünfter Mann“ sehr willkommen, der auch den Altersschnitt etwas senkt. Das Ende seiner Zeit an der Spitze des Bürgerstiftungsvereins sei ja ebenfalls absehbar, räumt der 76-jährige Vorsitzende ein.

Weitere Spender und an aktiver Mitarbeit Interessierte sind stets gern gesehen. In der Stiftungssprechstunde in Zimmer 120 des Achimer Rathauses jeweils mittwochs zwischen 10 und 12 Uhr erhalten Besucher alle weiteren Informationen. - la

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