Schauspieler des TB Uphusen begeistern 

Viele falsche Fährten und Lacher im Minutentakt

Die Verwicklungen machen die eine oder andere schon mal zur Schnapsdrossel.

Achim - Von Bernd Hägermann. Pascha Peter hält sich für einen guten, wenn nicht sogar für den besten aller Ehemänner. Seine Frau Gaby sieht das anders. Sie hat die Faxen dicke. Peter ist ein Maulheld. Sein Anteil an der Hausarbeit: Null. Und auch sonst gehen ihr seine Junggesellen-Allüren auf die Nerven. Um ein wenig Abstand zu gewinnen, ist Gaby mit einer Freundin auf das Ballermann-Eiland Mallorca geflogen. Darüber soll ihr Gatte ins Grübeln kommen. Bringt das immer noch nichts, droht Gaby mit Trennung von Tisch und Bett.

Ihre Mutter Elfriede ist über dieses Ansinnen hoch erfreut. Sie hat Peter noch nie gemocht und will nichts lieber, als dass ihr alternder Schwiegersohn aus dem Leben ihrer jungen Tochter verschwindet. Doch ganz so einfach ist das nicht. Schließlich ist „Een (fast) perfekten Ehemann“ ein komödiantischer Dreiakter und somit genügend Stoff vorhanden für die Theatergruppe des TB Uphusen, laienschauspielerisch zu glänzen und das zahlreiche Publikum bestens zu unterhalten. Beides gelang am Samstagabend bei der Premiere im Saal von „Haberkamp“.

In dem Stück der Autorin Jennifer Hülser ist nichts, wie es scheint, und so mancher Protagonist im Kern komplett anders, als der geneigte Zeitgenosse meint.

Die Spannung und seine komödiantischen Wendungen bezieht das Lustspiel aus seinem pausenlosen Verwirrspiel, das auf falsche Fährten lockt und bisweilen sogar am dramaturgischen Gerüst rüttelt. Der Begeisterung des Publikums war das förderlich - Lacher im Minutentakt über gespielte Schusseligkeiten. Ganz frei von Begriffsstutzigkeit ist keiner der handelnden Protagonisten.

Zwei Freunde, der Pascha und der Fußballbesessene.

Peter Maurer (Heinz Dieckmann) hat die wichtigsten Regeln einer Ehe nicht kapiert, sein Freund Olaf Kaiser (Herfried Meyer) ist Experte für Fußball, speziell für Werder, aber ansonsten für nichts. Seine Ernährungsvorschläge gleichen tätlichen Angriffen. Schwiegermutter Elfriede Vierkant (Ute Drechsler-Lüssen) ist lange ein „Schwiegermonster“, bis sie im Verlauf der Ereignisse zur quietschvergnügten Schnapsdrossel wird, die gemeinsam mit Nachbarin Ella Ehrlich (Sigrid Junker) und der gleichermaßen ambitionierten Diana Blaukorn (Sina Junker) die Alkoholvorräte im Hause Maurer vernichtet. Zwischendurch tanzt noch Kammerjägerin Rita Rieselkäfer (Christine Duhnenkamp-Lewetz) einen beachtlichen Insekten-Rap, weil natürlich wieder einmal jemand etwas in den falschen Hals bekommen hatte.

Und Gaby Maurer (Silja Bischoff)? Wird nicht verraten. Schließlich folgen der Premiere am Samstag weitere Aufführungen der Uphuser Theatergruppe, die seit Jahren deutlich von Regisseurin Antje Lührs profitiert.

Das Personal hinter der Bühne, ohne das Theater nicht funktioniert, waren diesmal Ingrid Dieckmann, Ute Meyer, Sabine Lindhorst, Karl-Heinz Schumacher, Margrit und Michael Focke sowie Gaby Placke und weitere Helfer.

Nach dem Stück ehrte der Vorsitzende des TB Uphusen, Jan Precht, Ingrid und Heinz Dieckmann sowie Karl-Heinz Schumacher. Das Trio ist seit 25 Jahren Teil der TBU-Theatergruppe.

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