Ausschuss diskutiert Analyse zur Ueser Kreuzung

Viele Anregungen zum Plan mit neuen Straßen für Amazon

+
Der Mitfahrerparkplatz in Achim-Ost wird den neuen Straßen weichen müssen. Er soll in den Gewerbepark Achim-Ost verlegt werden auf nicht genutztes Firmengelände mit Gasleitungen in der Erde. Auch dafür gibt es einen Bebauungsplan. 

Achim - Am Fastnachtsdienstag berät der Achimer Ratsausschuss für Wirtschaft, Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr ab 17 Uhr in öffentlicher Sitzung im Rathaus über das neue Verkehrsgutachten zur Ueser Kreuzung und über den geplanten neuen Bebauungsplan Achim-Ost, der mit neuen Zufahrten von der Autobahn 27 und der Landesstraße 156 aufs Gewerbegelände Uesener Feld erst ein Amazon-Logistikwerk ermöglichen soll.

Insbesondere hat der Ausschuss über die Bemerkungen von Behörden, Firmen und 20 Bürgern zu dem geplanten neuen Bebaungsplan zu befinden. Grundsätzliche Einwände lässt die Stadtverwaltung in ihrer Kommentierung der Anregungen und Bedenken dabei nicht zu. Da heißt es auf Seite 54: „Die Gewerbeansiedlung ist nicht Gegenstand der Planung.“

Auch Kritik an der Stadtspitze wird abgewehrt mit der Feststellung: „Die Vermarktung der Fläche obliegt der EVG“, der gemeinsamen Gesellschaft von Stadt und Kreissparkasse.

Rushhour wird ausgedehnt

Die meisten Bürgerbedenken betreffen die hohen Verkehrsbelastungen besonders auf der jetzt schon überlasteten Kreuzung der Landesstraßen in Uesen und den Wohnstraßen in der Nähe. Die Stadtverwaltung hält dem entgegen, dass der Schichtwechsel in dem Amazon-Logistikwerk vor dem sonstigen Feierabendverkehr von 16 bis 18 Uhr liegen werde, allerdings werde die Rushhour dann von 14 bis 18 Uhr ausgedehnt. Morgens führen die „Amazoner“ dann gegen den Haupt-Verkehrsstrom. Bessere Ampelschaltung, Verzicht auf Rechtsabbiegespuren und kein Gegenverkehr für Linksabbieger an der Ueser Kreuzung sind aus Sicht der Stadt geeignete Verbesserungen.

Zu den Skeptikern gehört allerdings auch der Kreis, der wiederholt darauf hingewiesen hat, dass diese Ansiedlung zu erheblichen Mehrbelastungen im gesamten Straßennetz führen werde. So sieht es wohl auch der Flecken Langwedel, der die Auswirkungen auf seine Gemeinde untersucht haben will. Das lehnt die Stadt jedoch ab, da die Auswirkungen auf Langwedel vernachlässigbar seien.

Bebauungsplan soll schnell in die nächste Beratungsrunde gehen

Der Bremer Verkehrssenator hat festgestellt, dass der Verkehr von der Max-Naumann Straße im Uesener Feld geradeaus zu Im Finigen im Ueser Gewerbepark gegenüber überhaupt nicht registriert werde. Er sieht voraus, dass viele diese Strecke weiter über Holzbaden und Bahnhofstraße in Baden bis zur Verdener Straße (L 158) benutzen werden.

Ein Bürger schlägt vor, die Max-Naumann-Straße im Gewerbegebiet nicht Sackgasse bleiben zu lassen, sondern bis zur Leipziger Straße zu verlängern. Diese Ost-West-Umgehung für Achim habe man leider 2009 verhindert. Der Ratsauschuss wird über all diese Beiträge befinden. Direkt danach tagt dann der Verwaltungsausschuss der Stadt nicht öffentlich, damit der Bebauungsplan mit neuen Straßen für Amazon schnell in die nächste Beratungsrunde gehen kann.

mb

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Zweiter Hotelflohmarkt im Landgut Stemmen

Zweiter Hotelflohmarkt im Landgut Stemmen

Informationsmesse in der Schule am Lindhoop

Informationsmesse in der Schule am Lindhoop

Das sind die Schnäppchen unter den Sportwagen

Das sind die Schnäppchen unter den Sportwagen

Theater in Nienburg: Witziges Schauspiel mit Biedermann und Balder

Theater in Nienburg: Witziges Schauspiel mit Biedermann und Balder

Meistgelesene Artikel

Vollalarm an der Großen Straße in Verden: Haus droht zu explodieren

Vollalarm an der Großen Straße in Verden: Haus droht zu explodieren

Tausende Wespen im Heizungskeller

Tausende Wespen im Heizungskeller

Mehrere Auseinandersetzungen: Auflösung einer Veranstaltung in der Stadthalle Verden

Mehrere Auseinandersetzungen: Auflösung einer Veranstaltung in der Stadthalle Verden

Brief des Achimer Bürgermeisters an die Landesregierung im Wortlaut

Brief des Achimer Bürgermeisters an die Landesregierung im Wortlaut

Kommentare