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Viele Achimer behalten ihre Masken auf

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Von: Dieter Sperling

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Die Senioren-Frühstücksrunde im Badener Edeka-Café ist sich einig: Die neue Regelung bringt zwar einige kleine Erleichterungen, aber grundsätzlich sollte man auf den Mund- und Nasenschutz nicht verzichten.
Die Senioren-Frühstücksrunde im Badener Edeka-Café ist sich einig: Die neue Regelung bringt zwar einige kleine Erleichterungen, aber grundsätzlich sollte man auf den Mund- und Nasenschutz nicht verzichten. © Sperling

Achim – Seit gestern gilt auch in Achim: Eine Maske ist vielerorts nicht mehr nötig. Wir haben bei Kunden und Geschäftsleuten nachgefragt, wie sie zu dieser Lockerung stehen und wie sie es mit dem Tragen eines Mund- und Nasenschutzes halten.

Henning Behrens, Inhaber des Edeka-Marktes in Baden, erklärt: „Das Tragen einer Maske ist für die Kunden jetzt freiwillig, wobei ich keinen Hehl daraus mache, dass wir es gerne sehen, wenn dieser Schutz getragen wird. Wir lassen aber jeden problemlos rein. Unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen tragen weiter Maske, für diejenigen mit direktem Kundenkontakt ist es sogar Pflicht.“ Die meisten Kunden im Badener Edeka-Markt, so zeigt der Blick in das Geschäft, halten sich weiter an die alten Regeln.

„Das Tragen einer Maske ist doch nicht schlimm“, bekunden generationsübergreifend die 19-jährige Pauline Wiedemann und Rentner Fredi Cordes. Dietlinde Aucamp meint: „Die Inzidenz ist nach wie vor sehr hoch. Ich schütze mich und die anderen. Wo ist da das Problem? Gespannt bin ich allerdings, wie lange dieser Trend zum Masketragen noch anhält.“

Einhellig pro Maske ist auch die Meinung in der Senioren-Frühstücksrunde im angeschlossenen Café: „Grundsätzlich trage ich weiter den Mundschutz beim Einkaufen“, meint Wilma Huckfeld. „Die neue Regelung hat aber auch einen kleinen Vorteil. Ich brauche mich jetzt nicht mehr zu ärgern, wenn ich beim Brötchenholen oder vor der Apotheke wieder umdrehen muss, nur weil ich meine Maske vergessen habe.“

Für Anja Behrens (links) mit ihren Kindern Lasse und Ida ist das Tragen einer Maske ebenso selbstverständlich wie für Fachverkäuferin Ulrike Elfers (rechts).
Für Anja Behrens (links) mit ihren Kindern Lasse und Ida ist das Tragen einer Maske ebenso selbstverständlich wie für Fachverkäuferin Ulrike Elfers (rechts). © -

Die ganze Runde ist sich einig, dass die Aufhebung der Maskenpflicht gerade bei Kurzstrecken, und sei es nur der kurze Gang durch eine Lokalität zum Tisch, schon eine Erleichterung sein kann. Otto Seekamp und Wolfgang Mangelsdorf fügen an: „Es wäre schön, wenn die Verordnungen eindeutiger wären. Im Stadion können sich Zehntausende ohne Maske tummeln, anderswo kommt man weiterhin ohne das Ding nicht rein.“

Zum Beispiel bei einigen Frisören: „Wir machen von unserem Hausrecht Gebrauch und bitten die Kunden höflich, aber bestimmt, eine Maske zu tragen“, erklärt Inge Schreiber, Cheffriseurin im Salon Freese in Uesen. „Wir haben tagtäglich zu den Kunden sehr engen Kontakt. Das Risiko einer Infektion ist nach wie vor zu groß.“ Maskenpflicht gilt beispielsweise weiterhin in der Sparkassen-Geschäftsstelle in Achim. Auch für Anja Bernhard aus Uphusen bleibt das Tragen einer Maske eine Selbstverständlichkeit. Die junge Mutter meint beim Einkauf bei Aktiv Sport Heym in Achim: „Meines Erachtens gibt es noch keinen Grund zur Entwarnung. Ich möchte nicht, dass Corona mich erwischt – dies umso mehr, als dass ich zwei kleine Kinder habe, die auch gefährdet sind.“ Fachberaterin Ulrike Elfers stimmt ihr zu: „Ein Mund- und Nasenschutz ist bei uns keine Pflicht mehr. Doch dieser bietet allen Menschen eine gehörige Portion Sicherheit. Mich persönlich behindert dieses Stückchen Stoff vorm Gesicht jedenfalls nicht.“ sp

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