Matthias Ziemens mit Gottesdienst eingeführt

Viel Beifall für den neuen Pfarrer

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Pfarrer Matthias Ziemens bei seiner ersten Predigt in der St.-Matthias-Gemeinde. 

Achim - Mit lang anhaltendem kräftigem Applaus begrüßte die katholische Achimer St.-Matthias-Gemeinde ihren neuen Pfarrer Matthias Ziemens. Generalvikariatsrat Dr. Christian Hennecke, von 1995 bis 2002 Pfarrer in Achim, führte am Sonntagnachmittag im Rahmen eines Gottesdiensts ihn in die Gemeinde ein. Die Kirche war voll besetzt. Alle wollten den Neuen kennenlernen und seine erste Predigt hören. Die wurde mit weiterem Beifall gewürdigt.

Ziemens‘ lockere Art und seine deutlichen Worte kamen an. Die Predigt hielt er noch recht pastoral, er sprach über den Apostel Petrus, der sich Jesus als Vorbild nahm, aber ständig scheiterte – Petrus zeige halt seinen guten Willen. „Das kann ich gut verstehen, denn wir alle wollen Jesus zum Vorbild nehmen, machen aber immer wieder Fehler“, sagte der Pfarrer.

Ebenso wie den Petrus nehme Gott auch die Menschen an – mit all ihren Fehlern. Auch Jesus vertraue Petrus, seine Worte vom Fels, auf den er seine Kirche bauen will, bewiesen es. „Der wahre Fels aber, der Eckstein, ist Christus. Durch lebendige Steine, uns Menschen, will Gott seine Kirche schaffen“, sagte Ziemens.

Am Ende des etwa zweistündigen Gottesdiensts, den der Chor „Alegria“ musikalisch begleitete, überbrachten befreundete Gemeinden ihre Grußworte.

„Die kleinste Einheit von Kirche und Staat heißt Gemeinde. Bei beiden geht es um das Wohl der Menschen“, hob der stellvertretende Bürgermeister Rüdiger Dürr eine Gemeinsamkeit zwischen Politik und Kirche hervor und ergänzte: „Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit.“ In einer Doppelfunktion hieß Pastor Ulrich Wilke seinen Kollegen willkommen: als leitender Notfallseelsorger des Landkreises Verden und als Vertreter der Pastoren der evangelischen St.-Laurentius-Gemeinde. „Wir freuen uns auf eine gute ökumenische Zusammenarbeit“, betonte er und legte Ziemens unter begeistertem Applaus der Gemeinde einen Werder-Schal um den Hals: „Das hat sich herumgesprochen, und man darf sich dazu bekennen.“ Der Notfallseelsorger überreichte dem Pfarrer einen Tröstebären: „Werder steht wieder unten in der Tabelle.“ Vom Kirchenvorstand der St-Laurentius-Gemeinde gab es einen Hundeball mit Seil – Ziemens ist Herrchen eines Collies.

Der Pfarrer möge der Matthias-Gemeinde lange erhalten bleiben, hofft Pastoralrat Heinrich Wellen. „Wegen der häufigen Vakanzen sind wir zu einer selbstständigen Gemeinde herangewachsen.“

Es folgte eine Bestandsaufnahme: „Der Familiengarten Oyten ist in gutem Zustand, aber es gibt auch offene Baustellen: die Kinder- und Jugendarbeit und die Renovierung dieser Kirche.“ – „Jetzt soll ich in den Baumarkt fahren und…“, der Rest von Ziemens‘ Antwort ging in Applaus und Gelächter unter. Wellen fuhr fort, die Gemeinde vorzustellen: „Bei uns sind die Gottesdienste sehr wichtig, ebenso die Ökumene. Viele Gemeindemitglieder sind ehrenamtlich tätig, was gut für die Gemeindearbeit ist. Wir wünschen uns, dass Sie uns wohlwollend und kritisch betrachten.“ Um für seine Arbeit gestärkt beginnen zu können, überreichte er Ziemens einen Gutschein für ein Restaurant.

Der Beschenkte dankte allen, auch der Gemeinde und den Ehrenamtlichen. „Ich hege die Hoffnung, dass wir alles gemeinsam gestalten. Ich will einen Tag in der Woche in Achim verbringen“, kündigte er an. Mit dem Gospelsong „Oh happy Day“ endete der Gottesdienst, und die Gemeindeglieder ließen den „glücklichen Tag“ mit angeregten Gesprächen am Buffet ausklingen.  

is

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