Fotoausstellung „Vorhang auf für Achim“ ab sofort im Rathausfoyer zu sehen

Vermeintlich Bekanntes im anderen Licht

Die Fotografen Antoni Pilcicki, Olaf Wilkens und Dirk Godlinski bei der Hängung der Ausstellung. Es fehlt der vierte im Bunde, Bernd Fischer. Foto: Hägermann

Achim - Von Bernd Hägermann. Ein fotografierendes Quartett war in Achim unterwegs gewesen, um in der vermeintlich bekannten Stadt mit der Kamera neue Motive zu entdecken. Seit dem Wochenende sind die Bildergebnisse im Rathaus zu sehen. Die Bildautoren heißen: Bernd Fischer, Dirk Godlinski, Antoni Pilcicki und Olaf Wilkens.

Kennengelernt haben die Männer sich bei einem Fotokurs des Kunstvereins. Gemeinsam ausgewählt wurde das Ausstellungsthema „Vorhang auf für Achim“, dafür fotografiert in diesem Jahr.

„Wir wollten keine Bilder aus unseren Archiven kramen“, sagte Antoni Pilcicki, der genauso wie seine Foto-Kumpels schon in frühen Jahren und dann mit Unterbrechungen mit analogen Kameras hantierte, um sich schließlich der digitalen Aufnahmetechnik zu widmen. Die dreißig Fotos der Ausstellung sind allesamt mit Bildsensoren erfasst worden.

Der Begriff der Lichtmalerei trifft auf Pilcicki ganz besonders zu. Nachts fotografierte er einige Gebäude, die das Stadtbild prägen. Bei seinen Langzeitaufnahmen nutzte er starke Taschenlampen, um auch dunkelste Bereiche auszuleuchten. Die Farbverschiebungen, die sich dabei ergaben, sind ein ästhetisches Ausdrucksmittel.

Zu vorgerückter Stunde positionierte auch Olaf Wilkens Stativ und Kamera. Sein Interesse galt „Sternenspuren“, die, mit dem menschlichen Auge nicht zu erfassen, sich bei der fotografischen Zusammenfügung einzelner Augenblicke ergeben. In den Arbeiten von Wilkens ziehen die Sterne ihre Bahnen über der Laurentiuskirche oder der Windmühle. Die beste Zeit für Bodennebel hingegen ist der Tagesbeginn. Engagierte Fotografen sind Frühaufsteher. Olaf Wilkens ist einer von ihnen.

Für gute Fotos spielt die Kamera nur eine untergeordnete Rolle. Es muss nicht das neueste Modell sein. Dirk Godlinski bevorzugt eine Kompaktkamera. Die verfügt über ein Weitwinkelobjektiv mit guter Abbildungsleistung. Godlinski fotografierte im „Achimer Bahnhofsviertel“ Details, die Zugreisenden und Passanten vermutlich verborgen bleiben, aber in dieser Ausstellung als Serie gehängt ihre formale Wirkung entfalten.

Bernd Fischer wagte „Mauerblicke“ und sah dabei den morbiden Charmes des Verfalls, aber ebenso die Kraft neuen Lebens oder eigentümliche Bildelemente.

Menschen spielen übrigens als Bildmotive in der Ausstellung keine Rolle. Sie sind weder auf den Fotos von Fischer präsent, noch auf denen von Godlinski, Pilcicki und Wilkens.

Die Ausstellung dauert bis zum 26. November.

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