Verkehrssicherheitstag bietet abwechslungsreiches Programm von Polizei, DRK, Geschäften sowie dem Präventionsrat

Achimer Gutschein bei Helmkauf wird gelobt

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Die Jazzdancegruppe tanzte eine flotten Show in heller, reflektierender Kleidung. Diese ist gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit sehr wichtig für Klein und Groß.

Achim - In einen gut gefüllten Ratsaal begrüßte Achims Bürgermeister Rainer Ditzfeld Gäste und Mitwirkende am Verkehrssicherheitstag, den der Präventionsrat unter dem Motto „Radfahren – mit Sicherheit“ veranstaltete.

Unter den 2 406 685 Unfällen des Jahres 2014 waren 78 653 Fahrradunfälle, bei denen 405 Menschen starben, nannte Ditzfeld Zahlen. Dies sei eine Zunahme um 10 Prozent gegenüber 2013. Hauptursache seien laut Statistik abbiegende Autos und Lastwagen, deren Fahrer die Radler im „toten Winkel“ nicht erkennen. Eine noch höhere Quote tödlicher Unfälle gibt es bei den schnellen E-Bikern.

Insgesamt gute Gründe, sich mit der Verkehrssicherheit intensiv zu befassen, meinte Ditzfeld.

Polizeikommissarin Sarah Rost von der Autobahnpolizei Rastede und Mitorganisatorin der Achimer Veranstaltung, rät, vor dem Kauf von E-Bikes eine ausführliche Probefahrt zu absolvieren. Die örtlichen Fahrradhändler böten das auch neben einer guten Beratung an. Sehr erfreut ist die Kommissarin über den Vertrag zwischen Stadt und Stadtwerken Achim. Dieser besage, dass jeder, der in Achim einen Fahrradhelm kauft, einen Gutschein über zehn Euro bekommt, der bei der Stadt Achim eingelöst werden kann.

Gerade zur dunklen Jahreszeit sei ein verkehrssicheres Fahrrad besonders wichtig. Beleuchtung und Reflektoren machten den Radler frühzeitig sichtbar.

Am Infostand von Fahrradmeister Benny Leussink beriet Christian Lichte Besucher über den richtigen Fahrradhelm.

Reflektoren, Polsterung und Hygieneversiegelung sind nach seiner Auffassung wichtige Merkmale. Der sichere Umgang mit dem Sicherheitsverschluss müsse vorher geübt werden.

Stefan Asendorf vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) hob hervor, dass bei 543 untersuchten Unfällen 95 Prozent der beteiligten Radfahrer keinen Helm aufhatten. Der Helm reduziere die Gefahr um zwei Drittel und rette direkt Leben. Bei einem Frontalunfall reduziere der Helm die Gefahr einer Hirnblutung um 90 Prozent.

Auf die Publikumsfrage, ob ein Helm vom Discounter sich vom Helm aus dem Fachhandel unterscheide, machte Katja Brammer, Kontaktbeamtin des Polizeikommissariats Achim, deutlich, dass der Helm auf jeden Fall das GS-Prüfzeichen haben sollte.

Die Bedeutung von heller, reflektierende Kleidung in der Dunkelheit wurde von der Jazzdance Gruppe unter Leitung von Vanessa Bauch gezeigt. Bei flotter Musik und abgedunkeltem Raum gab es dazu eine eindruckvoll getanzte „Modenshow“.

Auf einem Fahrradsimulator stellten Besucher unter dem prüfenden Blick der Polizei ihr Können unter Beweis. Fahrradfahren und Telefonieren gleichzeitig stellte sich auch hier als äußert gefährlich heraus

Ob die Sehkraft noch ausreichend ist, prüfte Jürgen Klein von Optiker Bode. Sara Maria Strauß und Claudia Franz von Hörakustik Schmitz boten einen Hörtest an. Alle mussten sich über mangelndes Interesse nicht beklagen und freuten sich, dass sowohl junge als auch ältere Besucher das Angebot annahmen.

Zum Schluss gab es in einem extra dafür abgestellten Bus die Möglichkeit, sich über den „toten Winkel“ aus Sicht des Fahrers ein Bild zu machen. Das beeindruckte die Besucher sehr.

hem

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