Die Veränderungssperre in Bierden wird durch neue Baumöglichkeiten ersetzt werden

Giebelhäuser in verwunschener Ortsmitte

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Der neue Plan für die historische Bierdener Ortsmitte. Das alte Dorf wird nicht konserviert, sondern wie auch andernorts modern bebaut mit reichlich umgebendem Grün.

Bierden - Die Stadt Achim will und wird die historische Bierdener Ortsmitte durch eine qualitätsvolle raumbedeutsame Wohnbebauung, die ihr gerecht wird, wie sie sagt, neu gestalten. Tatsächlich geht es um die Verwandlung des verträumten, verschlafenen, verwunschenen Ortskerns durch eine schicke moderne Neubausiedlung im Bereich zwischen Auf dem Brink, der Heinrich-Fahrenholz- Straße, der Bierdener Marsch, Auf der Wurth und Am Kiebitzberg.

Ausgangspunkt war eine mittlere Panne der Stadt. Eine alte Hofstelle an der Heinrich-Fahrenholz-Straße war abgerissen worden, was viele Bierdener empörte. Der Fachbereichsleiter Bau- und Stadtplanung hatte vorher keinen Handlungsbedarf gesehen. Den sah man erst nach dem Abriss und erließ für das ganze Gebiet eine Veränderungssperre. Nur die Scheune stand unter Denkmalschutz

Die Rechtslage wollte es, dass das alte sehenswerte Bauernhaus nicht unter Denkmalschutz stand, die Scheune daneben aber schon. An der Heinrich- Fahrenholz-Straße 1 und 9 sind die alten Häuser bereits gefallen und die Grundstücke veräußert.

Nun will die Stadt mit einem neuen Plan, der neun so genannte Giebelhäuser vorsieht die Veränderungssperre durch neue Baumöglichkeiten ersetzen.

Während das „Dorfwäldchen“ auf dem Brink erhalten wird, werden die Neubauten angerartig über einen Stichweg von der Straße Auf dem Brink erschlossen. Hier können auch einzelne Besucherparkplätze angeordnet werden. Drei Grundstücke werden über die Straße Auf der Wurth erschlossen.

Die Erschließung der vorhandenen Gebäude/ Grundstücke Heinrich Fahrenholz Straße 1, 7 und 7 a wird über das städtische Grundstück des ehemaligen Feuerwehrhauses sichergestellt, das zuletzt Kunstschule war und bald abgerissen werden wird. Autoverkehr zur Straße Am Kiebitzberg ist nicht beabsichtigt.

Die neuen eingeschossigen Gebäude sollen die ortstypischen hervortretenden Giebelansichten mit roten Satteldächern aufnehmen. In eingeschränkten Baufeldern soll die Zahl der Wohneinheiten auf zwei pro Haus in der Regel begrenzt werden. Darüber hinaus werden die Traufhöhe, Firstausrichtung, Mindestdachneigung, Materialien und Farbigkeit vorgeschrieben.

Mehr als zehn Meter Breite sollen auf den Grundstücken, die teilweise 20 Meter breit sind und 650 bis 800 Quadratmeter aufweisen, nicht bebaut werden.

Während das Dorfwäldchen erhalten bleibt, werden an der Heinrich-Fahrenholz-Straße allerdings einige Nadelbäume und ein Laubbaum fallen.

Der Planungsausschuss und der Achimer Stadtrat haben den Plan inzwischen „durchgewunken“, und ein Bauvorhaben für dein Einfamilienhaus an der Fahrenholzstraße 1 ist schon vorzeitig aus der Veränderungssperre entlassen worden, weil es dem zukünftigen Plan entspreche.

mb

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