Chancenpatenschaftsprogramm am Cato: Teilnehmer und Initiatoren ziehen Bilanz

Urkunden für Schülerengagement

Freuen sich über das erfolgreiche Chancenpatenschaftsprogramm am Cato: Ulrike Kompch und Schulleiter Stefan Krolle (v. l.). Die Schülerpaten nahmen am Donnerstag Urkunden der Stiftung Bildung entgegen. Foto: Schmidt

Achim - Von Ingo Schmidt. Seit 2017 beteiligt sich das Cato-Bontjes-van Beek-Gymnasium am Chancenpatenschaftsprogramm der Stiftung Bildung. Insgesamt 150 Tandempartner haben seither davon profitiert. Am Donnerstagvormittag nahmen Schülerinnen und Schüler Urkunden entgegen und zogen eine positive Bilanz.

Unter dem Arbeitstitel „Schüler helfen Schülern“ bietet die Stiftung Bildung, unterstützt durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie die Initiative „Menschen stärken Menschen“ Chancenpatenschaften.

Das Programm fördert benachteiligte Jugendliche und Kinder durch Partnerschaften. Lehrerin Ulrike Kompch hatte sich erfolgreich mit dem Cato beworben. „Die Resonanz bei helfenden Schülern ist überragend“, freut sich die Initiatorin, „wir haben mehr Anfragen als Förderplätze.“

Die Chancenpatenschaften schafften eine Basis für persönliche Begegnungen, langfristige Beziehungen und Freundschaften, die das Lernen von- und miteinander ermöglichten und Vorurteile und Ängste im alltäglichen Miteinander abbauten. Dabei begleiten Schüler Mitschüler mit Fluchterfahrung oder Migrationshintergrund in bestimmten Fächern beispielsweise mit Nachhilfeunterricht oder Hausaufgabenbetreuung. Aber auch Ausflüge zählen dazu, um Teilhabe am außerschulischen kulturellen Leben zu fördern.

Für Maßnahmen und Unternehmungen stellt die Stiftung bis zu 190 Euro pro Tandem bereit. Zur Kontrolle müssen die Teilnehmer Tätigkeitsnachweise führen. Die interessierten Schülerpaten wählen Partner aus Bewerbungsbögen aus, oder aber hatten bereits im Vorfeld ihren „Wunschkandidaten“ gefunden.

Als Gäste begrüßte Ulrike Kompch am Donnerstag Tanja König von der Regionalstelle Hamburg der Stiftung Bildung, die das Programm am Cato stellvertretend begleitet und die Gelder freigibt. Ferner die Vorsitzende des Schulfördervereins Sabine Pause, welche die Anträge stellt und die Förderung beantragt sowie Mario König-Hamel und Kai Böttger, erster und zweiter Vorsitzender des Landesverbandes für Kita-, Schul- und Fördervereine in Hamburg, die koordinierend bei dem Projekt mitwirken. Alle gemeinsam wollten sich mit Schulleiter Stefan Krolle vom Nutzen der Maßnahme überzeugen. Oberstufenschüler Kaelen Ripke vermittelt Grundlagen in Englisch und bietet Hausaufgabenhilfe: „Ich profitiere auch davon, wenn ich Lernstoff wiederholen muss, außerdem habe er einen Freund gefunden.“

Auch Schülerin Martina Bode blickt positiv auf die zurückliegenden Wochen: „Wir haben zum Beispiel spielerisch Englisch-Vokabeln wiederholt und uns anschließend mit Eis essen belohnt.“ In einem anderen Patenschafts-Modell hätten über die Schüler auch die Eltern Freundschaft geschlossen.

„Tatsächlich haben viele Flüchtlingskinder am Cato in den ersten zwei oder drei Jahren schnell die deutsche Sprache erlernt“, ergänzt Ulrike Kompch, „sodass sie sich nun in Englisch verbessern wollen.“ Die Pädagogin, die die Patenschaften betreut, blickt wehmütig auf ein Ende der Maßnahme: „Als Bundesprogramm ist die Förderung endlich und läuft irgendwann aus, und wir sollten bereits jetzt überlegen, wie wir ein solches Patenschaftsprogramm fortführen können.“

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