Die Uphuser zeigen beim Umzug ihres Dorfgemeinschaftsfestes wieder viel Einfallsreichtum

Pinguine, Maulwürfe und Vampire unterwegs

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Tanz der Vampire.

Uphusen - Von Bernd Hägermann. Erntebrautpaare sind im wirklichen Leben selten zusammen. Auf dem Dorfgemeinschaftsfest in Uphusen war das diesmal anders. Erntebräutigam Joshua Kastendiek, aktiv in der örtlichen Wehr, die das Fest ausrichtete, musste nicht lange suchen nach der Frau an seiner Seite. Mit Pauline Heil hat er sie längst gefunden. Die 16-jährige stammt zwar aus Stuhr, freute sich aber auf ihre Aufgabe in Uphusen, die ihr nur ein wenig Herzklopfen verursachte. Der Grund: Ein Gedicht vor versammelter Dorfgemeinschaft und der Ehrentanz, für den das Paar vorher natürlich geprobt hatte.

Das Erntebrautpaar führte einen Festumzug an, dessen Mitwirkende bei Gestaltung und Bekleidung wieder einmal ihre Fantasie hatten walten lassen. Beim „Tanz der Vampire“ denkt der Beobachter zunächst an Grusel und Roman Polanski, aber nicht unbedingt an eine Gruppe schwarz gekleideter Untoter, die nicht nur sehr lebendig wirkte, sondern unter aschfahler Schminke auch durchaus lustig. Das gilt nicht minder für die „Geist-reichen“, die offensichtlich ein Faible für die Farbe Weiß und Schattierungen haben und ansonsten einiges taten, um einen möglichst unfassbaren Eindruck zu hinterlassen. Das gelang eindrucksvoll.

Während auf dem Festwagen „Himmel & Hölle“ Engel und Teufel und die Aufmerksamkeit der Zuschauer buhlten, hatte eine wilde Schar von Freibeutern auf viel Tamtam verzichtet, dafür genügend Kanonen und Proviant, auch in flüssiger Form, an Bord. Doch das reichte in der Sparte „Festwagen“ nicht zum Sieg.

Den ersten Platz vergaben die Preisrichter gleich doppelt. Namentlich an die „Pinguine aus Uphusen“ und „Uphusen immer Geistreich“. Dahinter platzierten sich „Holi Forck“, die bunten „Glücksbärchis“, der Themenwagen „Back to the 50th“, auf dem sich die örtliche Jugend tummelte, sowie „Himmel und Hölle“, die beides nicht so richtig in Bewegung setzen konnten.

Bei den Fußgruppen triumphierten die „Maulwürfe“ mit Schaufel, Blindenbinde und dicken Brillengläsern. Im Wettbewerb der Kindergruppen überzeugte vor allem der „Tanz der Vampire“. Platz zwei belegte „RTW Uphusen“. Anders als in den Vorjahren wurden die Sieger nicht auf dem Sportplatz am Arenkamp geehrt, sondern beim Gasthaus Gerken. Dort fand auch am Samstagabend der Festball statt und am Sonntagmorgen der Gottesdienst, dem sich ein Bürgerfrühstück anschloss.

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