Uphusen, „Vogelsiedlung“, Embsen stark betroffen / Anwohner-Initiative aktiv

Rote Karte gilt Verkehrslärm

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Nicht nur Alfred Feldmann, Paul Brandt, Bettina Brandt und Heino Blanke (von links) leiden unter dem Verkehrslärm auf Achimer Straßen und Schienen. Am Wochenmarkt-Stand zeigten sie dem ruhestörenden Krach die Rote Karte und sammelten Adressen weiterer Betroffener.

Achim - „Wir können nicht bei offenem Fenster schlafen“, schildert Bettina Brandt von der Bürgerinitiative „Achimer Bürger gegen den Verkehrslärm“. Viel zu laut nämlich seien nachts die Autos auf der Landstraße L 167 und der Autobahn 27.

Ende August gründeten daher Paul Brandt und Heino Blanke ihre Initiative und setzen sich seitdem für Achimer Bürger ein, die täglich unter Verkehrslärm leiden müssen. Betroffen seien vor allem Einwohner im Ortsteil Uphusen, in der „Vogelsiedlung“ und in Embsen, erläuterten sie.

Erstmals war die Initiative am Sonnabend mit ihrem Stand auf dem Achimer Wochenmarkt. Ziel ist es, Adressen weiterer Betroffener zu sammeln, sie näher zu informieren und dann zu einer großen Veranstaltung über die Lärmprobleme und mögliche Lösungen noch in diesem Jahr einzuladen.

Dafür sei auch Unterstützung von der Stadt Achim dringend notwendig. Sie selber seien ja keine ausgebildeten Fachleute, die genau wissen, was zu tun ist. „Jetzt endlich etwas gegen den Lärm zu unternehmen, wäre ein wirklich guter Anfang für den neuen Bürgermeister Rainer Ditzfeld“, findet Paul Brandt.

Neue und effektivere Lärmschutzwände entlang der Autobahn und der Bahnschienen würden seiner Meinung nach schon sehr hilfreich sein.

Auf den Landstraßen könne man zudem die Geschwindigkeit in der Nacht reduzieren.

„Wir haben wahnsinnig Zulauf“, berichtet Heino Blanke. Viele Menschen seien mittlerweile auf die Initiative aufmerksam geworden. „Zuviel Lärm macht schließlich krank“, so der 63-Jährige.

Zur Demonstration spielten Blanke und Brandt am Stand auf dem Wochenmarkt Tonaufnahmen des Straßenverkehrs ab. Private Messungen haben in der Nacht Werte von bis zu 66 Dezibel ergeben.

„Wenn der Wind ungünstig steht, kann man sich auf unserer Terrasse nicht mal mehr unterhalten“, ärgert sich Lothar Schardelmann von der Initiative. Vor allem Güterzüge mit quietschenden Bremsen seien eine sehr große Belästigung. Es müssten einfach bessere und leisere Waggons eingesetzt werden. Schließlich sei ein modernisierter ICE auch nicht so laut.

Um weiter auf die Problematik aufmerksam zu machen, stellen sich Brandt und Blanke „Aktionsmaßnahmen“ vor, die sie aber noch nicht genauer verraten. „Vielleicht bringen wir einfach mal den Lärm mitten in die Innenstadt“, deutet Brandt an.

Der 63-Jährige betont zugleich: „Natürlich wollen wir mit solchen Maßnahmen niemanden verärgern, sondern nur die Wichtigkeit der Thematik unterstreichen!“

jk

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