46 Jahre im Unternehmen

„Immer mit dem Herzen dabei“: Hydro-Chef geht in den Ruhestand

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Produktionsleiter Ralf Liedtke (links) dankte Wilfried Hodel für dessen Engagement, und die Belegschaft applaudierte.

Uphusen - Wilfried Hodel und „Hydro“ – das passte. „Ich war hier immer mit dem Herzen dabei“, gestand der scheidende Geschäftsführer, der sich selbst als „Chef zum Anfassen“ bezeichnete, Donnerstag vor der versammelten Belegschaft. Nach 46 Jahren in dem Unternehmen, sein ganzes Arbeitsleben lang, wurde Hodel in wohltuend lockerer Atmosphäre in den Ruhestand verabschiedet.

Produktionsleiter Ralf Liedtke erinnerte an den beruflichen Werdegang des Langwedelers. 1972 startete der heute 63-Jährige seine Ausbildung bei Alcan in Uphusen. Als 1986 der norwegische Konzern Norsk Hydro das Werk übernahm, wechselte Hodel auf verschiedene auswärtige Positionen im Finanzbereich, unter anderem in der Schweiz und in Großbritannien. 1999 kehrte er als kaufmännischer Leiter nach Uphusen zurück. Seit 2016 führte er das dortige Werk und auch das im sächsischen Rackwitz, dem zweiten Standbein der Hydro Extrusion Deutschland GmbH.

Wilfried Hodel habe das Unternehmen in Uphusen „entscheidend mitgeformt“, sagte Liedtke und hob hervor, dass der Chef „unzählige Gespräche“ mit den Mitarbeitern geführt habe. „Nicht Zahlen standen bei dir im Vordergrund, sondern Menschen“, lobte der langjährige Weggefährte in der Firma.

Er sprach aber auch die lockenden neuen Freiheiten nach Abschluss des Berufslebens an. „Nun kannst du zusammen mit deiner Familie nach Schweden reisen, wann immer du willst – zur Pilzsaison, zum Eisangeln, natürlich auch im Sommer“. Hodels Frau stammt aus dem skandinavischen Land.

Ein Fahrrad zum Fitbleiben

Damit der drahtige Neurentner weiterhin fit bleibt, überreichte ihm Liedtke unter anderem ein Fahrrad als Geschenk. Denn der firmeneigene Joggingtreff und die Fußballer müssten ja nun wohl ohne ihn auskommen.

Humorvoll freute sich Hodel auch über den ihm verliehenen „Orden für nichts und wieder nichts“. Um wenig später zu bekennen, dass es 1999 um die Existenz des Werks gegangen sei, um die Frage: „Schließen oder den Standort neu aufstellen.“

Heute stehe „Hydro“ in Uphusen, wo vornehmlich stranggepresste Aluminiumprofile hergestellt werden, mit seinen 250 Beschäftigten „gut da“. Wilfried Hodel, dessen Nachfolge als Geschäftsführer der Belgier Bruno D'hont antritt: „Wir haben gute Mitarbeiter hier.“ - mm

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