Proben für neues Stück der Theater-AG „Cato-Act“ / Gedanken zum Thema Momente

Unvergesslich und vergänglich

„Moment Mal!“, sehr konzentriert probt die Theater-AG am Cato-Bontjes-van-Beek-Gymnasium ihr neues Stück. Hier stellen die Schüler mit langsamen, getragenen Bewegungen „Momente der Ruhe“ dar. - Fotos: Duncan

achim - Von Lisa Duncan. Was haben die „Titanic“, Romeo und Julia, Christoph Kolumbus und ein Neandertaler gemeinsam? Sie alle waren Teil großer Momente, die sich der Menschheit ins Gedächtnis eingegraben haben. Viel zentraler ist aber: Sie alle spielen entscheidende Rollen in dem Stück „Moment Mal!“, das die Theater-AG „Cato_Act“ gerade einstudiert. Premiere ist bereits am Samstag um 19.30 Uhr in der Aula des Cato-Bontjes-van-Beek-Gymnasiums. Ein weitere Aufführung folgt am Sonntag, 21. Mai, um 16.30 Uhr. Seit Weihnachten laufen die Proben.

Elisabeth Brauner, die die Theater-AG für Schüler von der 5. bis zur 10. Klasse leitet, hat das Stück selbst geschrieben und dafür das „kürzeste Thema der Welt“ aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. So befasst sich ein Teil des episodenhaften Schauspiels mit den schönsten Momenten der Weltgeschichte. Was wäre, wenn Amors Pfeil an Shakespeares berühmtem Liebespaar vorbeigeschrammt oder die Titanic nicht in den Eisberg gekracht wäre? Elli Brauner verrät nur soviel: „Wir spielen die Outtakes.“

Ebenso in der Handlung enthalten ist eine Talkshow, in der als prominente Gäste Moment, Vergangenheit und Zukunft – mehr oder weniger zivilisiert – miteinander diskutieren. In einer weiteren Szene, dem „Wettstreit der Momente“ kann sich das Unterbewusstsein nicht entscheiden, welchen Moment es besonders wertschätzen möchte. Choreographische Einlagen, untermalt mit Musik vom Band, verdeutlichen zum Beispiel den Gegensatz zwischen hektischen und ruhigen Momenten. „Ich finde es toll, wie die Schüler das machen, mit welcher Ernsthaftigkeit“, freut sich Musiklehrerin Elli Brauner. Dazu hätten Johann Sebastian Bachs „Air“ für die ruhigen Passagen und Aram Chatschaturians rasanter „Säbeltanz“ kaum passender ausgewählt sein können.

Elli Brauner hat mit der Theater-AG „Cato_Act“ schon etliche Stücke eingeübt und aufgeführt, die zudem größtenteils aus eigener Feder stammen. Zuletzt stand der Körper mit seinen einzelnen Organen im Fokus eines Musicals – eine in Kooperation mit der Big-Band und dem Orchester des Cato-Gymnasiums doch eher aufwändige Angelegenheit. „Da musste diesmal etwas anderes, kleinteiligeres her“, so Brauner.

24 Schüler wirken zurzeit in der Theater-AG mit. Um mehr Sprechrollen vergeben zu können, sind die Rollen an den beiden Aufführungstagen unterschiedlich besetzt. Zum Konzept gehört auch, dass die Schüler ihre eigenen Ideen einbringen können, bis das fertige Drehbuch steht. Besonders freut die AG-Leiterin, dass sie viele Schüler offenbar begeistern kann, später in Klasse 11 den Kurs „Darstellendes Spiel“ zu wählen. Im zweiten Jahr bereits dabei ist Lilly Elfers: „Ich war schon vorher in der Grundschule Sagehorn in einer Theater-AG und das hat mir viel Spaß gemacht“, erzählt die Zwölfjährige, die im Körper-Musical die Milz mit Milzriss spielt. Über erste Bühnenerfahrung verfügen auch Leticia Goncalvez Louro, die die Rolle des Magens ausfüllte und Katharina Iversen als Zwerchfell. Neu dabei ist die zwölfjährige Birte Rummel. Nach erster Schauspielübung an der Grundschule Oyten war sie sogar schon in einer Statistenrolle im Film „Bibi und Tina“ (Teil 4) zu sehen. „Ich mag die Herausforderung, auch mal was anderes zu spielen“, sagt sie. Da kommt das Stück „Moment Mal!“ dem zierlichen Mädchen sicher entgegen: Darin verkörpert sie unter anderem einen Bauarbeiter.

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