„Ich bin unfassbar sauer“

Fehlende Spielgeräte: Achimer Mutter beklagt sich bei der Stadt

Auf dem Spielplatz an der Wilhelm-Leuschner-Straße in Bierden fehlen seit Jahresbeginn viele Spielgeräte.
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Auf dem Spielplatz an der Wilhelm-Leuschner-Straße in Bierden fehlen seit Jahresbeginn viele Spielgeräte.

Achim – „Ich bin unfassbar sauer, wütend und enttäuscht von dieser Stadt. Seit Januar warten wir jetzt auf den neuen Spielplatz oder besser gesagt: die Spielplätze“, schreibt Jasmin Hubach in einem offenen Brief an die Stadtverwaltung. Bisher sei nichts passiert.

Im Januar hatte die Stadt auf den Spielplätzen an der Wilhelm-Leuschner-Straße und der Otto-Wels-Straße in Bierden einen Großteil der Geräte abgebaut, weil diese nicht mehr sicher waren. „Wie kann man in Corona-Zeiten, jetzt wo wir im Lockdown sind, so etwas machen?“, hatte Jasmin Hubach schon damals gefragt.

Die Mutter eines fünfjährigen Jungen beklagt das Verhalten der Stadtangestellten. „Man wird nur hingehalten oder bekommt gar keine Antwort.“ Ihr habe man gesagt, so berichtet sie, die „Plätze seien im April/Mai fertig. Am 3. April bekamen wir die Entwürfe für die Wilhelm-Leuschner-Straße und zeitnah dann den richtigen Entwurf.“ Auf Fragen beziehungsweise Anregungen sei die Stadt nicht eingegangen, bedauert die Bierdenerin. Und langsam werde sie ungeduldig. „Wir haben bereits Mitte August und es ist nichts passiert! Wir haben Sommerferien, eine Pandemie, und Kinder kommen sowieso die ganze Zeit viel zu kurz und jetzt konnte man immer noch nicht die Spielplätze benutzen.“

„Zu viel verlangt, mal eine ehrliche Antwort zu bekommen?“

Ihr Sohn frage beim Vorbeifahren immer, wann er dort wieder spielen könne. „Ist es zu viel verlangt, mal eine ehrliche Antwort von der Stadt zu bekommen?“, fragt Hubach. „Ich spreche für viele Eltern und Großeltern aus Bierden, die endlich eine Antwort bekommen wollen, wann die Spielplätze hier neu gebaut werden.“

Till Bräkling ist in der Stadtverwaltung mit dem Thema befasst und wundert sich über das Datum der Fertigstellung der Spielplätze im April/Mai. Diese Aussage hätten er und seine Kollegin Gesa Kaemena, die die Entwürfe erstellt und zusammen mit den Bürgern zur endgültigen Planung weiterentwickelt habe, nicht getroffen, „da wir frühestens mit der Genehmigung des Haushaltes durch den Landkreis Verden Bestellungen tätigen und Aufträge erteilen dürfen“, erklärt er auf Nachfrage. Es sei bereits im Januar klar gewesen, dass dies in diesem Jahr durch Corona relativ spät sein würde.

„Vorgänge, die wir nicht beschleunigen können“

„Kommuniziert haben wir damals, dass wir im Juni mit der Genehmigung rechnen und danach die Vergabe, die Bestellung und Beauftragung der Bauleistungen erfolgt. Das sind Vorgänge in der öffentlichen Verwaltung, die wir nicht beschleunigen können und zum Teil auch von anderen Personen und Organisationen abhängig und damit von uns nicht immer zeitlich eindeutig kalkulierbar sind“, erklärt der Diplom-Sozialarbeiter und Eltern-Medien-Trainer. Der Abbau der Spielgeräte sowie die Auftragserteilung für das Aufbauen der neuen Geräte gehöre nicht zu seinen Aufgaben und erfolge im Fachbereich Bauen und Stadtentwicklung.

Wie Bräkling berichtet, befindet sich die Vergabe der Bauleistungen für den Spielplatz an der Wilhelm-Leuschner-Straße und Teile der Renovierung an der Otto-Wels-Straße zurzeit in der Endphase. „Je nach Kapazitäten der ausführenden Firma rechnen wir mit dem Aufbau der Spielgeräte im Herbst.“

Das Wichtigste aus dem Landkreis Verden: Immer samstags um 7:30 Uhr in Ihr Mail-Postfach – jetzt kostenlos anmelden.

Generell schreibe die Stadt bei einer Bürgerbeteiligung alle Familien im Einzugsgebiet eines Spielplatzes per Post an. „Im Fall der Bierdener Spielplätze haben wir zusätzlich alle, die sich nach dem Abbau der Spielgeräte gemeldet hatten, per E-Mail über die Bürgerbeteiligung informiert – so auch Frau Hubach. Im weiteren Verlauf der Bürgerbeteiligung fokussiert sich dann die Kommunikation auf die, die sich aktiv beteiligen. Beteiligt haben sich für die Spielplätze in Bierden seit Februar 60 Kinder inklusive der Kooperativen Kita Bierden“, fasst Bräkling zusammen.

Mittlerweile habe es ein Gespräch mit Jasmin Hubach gegeben, in dem der Sachverhalt weitestgehend geklärt werden konnte, berichtet Bräkling.

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