Achim nach Autobahnunfall und Baustellensperrungen total dicht

Unglaubliche Verkehrslawine

Achim war am Freitagmittag dicht. - Foto: Brodt

Achim - Solche Autolawinen wie am Freitagmittag hat man in Achim selten erlebt. In allen Himmelsrichtungen gab es kilometerlange Staus.

Richtung Bremen, Oyten, Bassen, Thedinghausen und Verden standen die Wagen zum Wochenend-Feierabend in langen Schlangen, und nichts bewegte sich mehr.

Nicht nur in den Autos und Lastern, auch in den Bussen schwitzten und stöhnten die Menschen bei schwül-heißer Witterung und flehten teilweise, doch eine Klimaanlage einzuschalten, die aber nicht vorhanden war.

30 bis 45 Minuten brauchten die Fahrer für Strecken, die sie sonst in fünf Minuten zurücklegten. Wer aus einer nicht vorfahrtsberechtigten Straße kam, musste sich mit sanfter Gewalt durchsetzen oder auf seltene Großzügigkeit hoffen. Und dieser vorübergehende Verkehrsinfarkt in der angeblich verkehrsarmen Ferienzeit, und alles bevor der Online-Großhändler Amazon mit seinen Hunderten von Lieferwagen überhaupt im Achimer Gewerbegebiet vor Anker gegangen ist.

Verursacht war die Verkehrsblockade nicht nur durch das gerade auch freitagmittags einfach viel zu große Verkehrsaufkommen, durch Baustellen auf der Kreisstraße zum Weserübergang in Intschede, auf der Autobahn und in Bremen, durch die seit Wochen zu beobachtende Verstopfung auf der A1 von Posthausen bis Stuhr von mehr als zehn Kilometern, die versucht wird, zu umfahren. Sie lösen auch sonst regelmäßig Fahrzeugschlangen von der Ueser Weserbrücke bis hinter die Autobahnauffahrt Achim-Ost aus. Die Hauptursache war diesmal das Lasterunglück auf der A1 bei Oyten (siehe heutige Seite Kreis und Region).

Wenn der überregionale Verkehr auf den Autobahnen über die Dörfer und Klein-städte mit den schmalen Straßen abfließt, dann ist man hier zumindest auf kleinen Strecken zu Fuß und mit dem Fahrrad schneller, dann sind die Luft- und Lärmwerte atemberaubend beziehungsweise ohrenbetäubend.  J mb

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