Trotz erheblicher Auflagen nehmen Besucher das Freibad gut an

Und immer wieder desinfizieren

Achtet mit seinen Kollegen im Achimer Freibad auf die Einhaltung der Bade- und Hygieneregeln: Björn Döbler, Meister für Bäderbetriebe.
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Achtet mit seinen Kollegen im Achimer Freibad auf die Einhaltung der Bade- und Hygieneregeln: Björn Döbler, Meister für Bäderbetriebe.
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Achim – Badespaß in Zeiten der Pandemie – kann das gehen? „Ja“, sagt Kirsten Jäger. „Unser Hygienekonzept funktioniert. Wir sind ganz zufrieden, die Badegäste machen toll mit“, erklärt die Bäderbeauftragte der Stadt. Wegen Corona und der damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen hatte die Stadt das frisch sanierte Bad erst am 15. Juni für die Schwimmer öffnen können – vier Wochen später als sonst üblich und mit klaren Hygiene- und Abstandsregeln für die Gäste. „Überwiegend halten sich die Leute daran, vereinzelt müssen wir sie darauf hinweisen, Abstand zu halten oder die Maske aufzusetzen. Bis jetzt immer mit positivem Ergebnis“, berichtet auch Betriebsleiterin Sabine Schulz.

In drei Zeitblöcken über den Tag verteilt können sich die Gäste im Freibad tummeln. Maximal 200 Besucher dürfen pro dreistündigem Block auf das Gelände. Und auch der Zugang zum Schwimmerbecken ist auf 20 bis 25 Personen begrenzt. „Es mussten auch schon Gäste kurz am Beckenrand warten, bis sie ins Wasser durften. Aber das Verständnis ist da“, sagt Schulz.

Im Becken selber gebe es zwei Bahnen für Schimmer, jeweils 2,5 Meter breit, die als Rundkurs angelegt seien. „Wir nennen das Autobahnschwimmen.“ Aber nicht nur das Schwimmen sei im Freibad möglich, das neu gestaltete Umfeld lade auch dazu ein, sich auf dem Gelände aufzuhalten und die Anlage zu genießen, wirbt Schulz.

Die Organisation des Ticketverkaufs habe sie und ihre Kollegen zu Beginn sehr beschäftigt, sagt Jäger. Dies funktioniere aber gut. „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, den Vorverkauf der Eintrittskarten nicht online anzubieten, um auch den älteren Schwimmern entgegenzukommen. Vielen geht so etwas online nicht locker von der Hand.“ Anfangs habe es Schlangen vor dem Kassenhäuschen gegeben, das gehöre nun aber der Vergangenheit an.

Immer für die kommende Woche können Schwimmer Karten für einen Block kaufen. Montags, donnerstags, samstags und sonntags stehen Blöcke von jeweils 9 bis 12, 13 bis 16 Uhr und 17 bis 21 Uhr zur Verfügung. Dienstags, mittwochs und freitags entfällt der Vormittagsblock. Am heutigen Samstag ist das Zeitfenster von 13 bis 16 Uhr bereits ausgebucht. Für die anderen Zeiten und den Sonntag gibt es aber noch einige Restkarten.

Dass Besucher keine Tickets mehr für den Freibadbesuch bekämen, passiert laut Jäger aber eher selten. „Der typisch norddeutsche Sommer der vergangenen Wochen spielt dem natürlich in die Karten“, sagt Jäger. Temperaturen um die 20 Grad lockten meist nur Stammschwimmer ins Bad.

Nicht nur für die Gäste, die das Bad ausschließlich mit einem Mund- und Nasenschutz betreten dürfen und die Abstandsregeln einhalten müssen, ist in diesem Sommer vieles anders. Auch das Team von Sabine Schulz musste sich coronabedingt erst an die neuen Abläufe gewöhnen. „Der Aufwand ist erheblich mehr geworden“, erklärt die Betriebsleiterin.

So sei etwa der Ticketvorverkauf hinzugekommen, und auch zusätzliche Aufgaben in den Desinfektionspausen zwischen den einzelnen Blöcken. Wenn alle Besucher das Gelände nach der dreistündigen Badezeit verlassen haben, reinigen die Mitarbeiter die Anlage für den neuen Besucherschwung. „Wir desinfizieren alles: von den Liegen über die Kabinen bis zu den Duschen, Waschbecken und Toiletten“, sagt Schulz.

Die Freibadsaison endet ihr zufolge am 6. September. Einige Tage später, am 14. September, öffnet dann wieder das Hallenbad.

Von Sandra Bischoff

Wir desinfizieren alles: von den Liegen über die Kabinen bis zu den Duschen, Waschbecken und Toiletten.

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