Umzug an die Heilbronnstraße

Radio Weser-TV sendet jetzt aus der Achimer Stadtmitte

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Nicol Maillard, der aus Bremen stammende Geschäftsführer von „Radio Weser-TV“, im schon weitgehend fertig eingerichteten Studio an der Achimer Heilbronnstraße 7, dem früheren „Schoko-Lädchen“. Maillard studierte an der Film- und Fernsehakademie Berlin, drehte auch Dokumentarfilme und lebt heute in Lilienthal.

Achim - Zwar waren die von Radio Weser-TV – dem einstigen „Offenen Kanal“ – seit 1998 genutzten Räume im Altgebäude der Ueser Schule etwas größer. Dafür aber liegt der neue Studio-Standort Heilbronnstraße direkt im Achimer Zentrum und damit auch „näher am Bürger“.

Das freut Nicol Maillard, den 59-jährigen Geschäftsführer des Vereins „Bürgerfunk Bremer Umland“, der auch für Radio Weser-TV zuständig ist. Der Umzug ist weit fortgeschritten und das „Soft Opening“ bereits gelaufen. Will heißen: Es wird aus den neuen Studioräumen schon gesendet. Die offizielle öffentliche Eröffnung in Form einer kleinen Feier ist im Februar vorgesehen.

Aus Uesen mussten die lokalen Radiomacher auch weichen, weil das Altgebäude dort im Zusammenhang mit den Erweiterungsbauten für die Grundschule renoviert und ebenfalls für den schulischen Bereich – etwa als Hausmeisterwohnung – mit genutzt werden soll.

Insgesamt bietet „Radio Weser-TV“, das von mehreren Standorten aus sendet – neben Achim Delmenhorst, Stuhr und Lilienthal – ein Programm rund um die Uhr. Live wird es nur jeweils von 8 bis 23 Uhr ausgestrahlt, und davor gibt es jeweils im Zusammenwirken mit dem „Bürgerrundfunk Wesermündung“ von 6 bis 8 Uhr die „Frühschiene“. Sie bietet unter anderem aktuelle Informationen über regionales Geschehen in den Bereichen Kultur, Politik und Sport.

Aus Achim kommen vor allem Musiksendungen

Die Geschäftsstelle von „Radio Weser-TV“ befindet sich in Delmenhorst. Dort werden auch journalistisch ambitionierte Magazine produziert, erläutert Nicol Maillard.

Direkt aus dem Achimer Studio kamen und kommen vor allem Musiksendungen mit hiesigen Moderatoren, die Stilrichtungen abseits der üblichen Chart-Hits bevorzugen.

Da gibt es etwa „Wellenwahn“ von Sonja Labrenz und Thomas Tangemann mit Metal-Klängen, das Musikmagazin „Kill-Time“ mit aktuellen Club-Sounds von Joachim Killenberg oder auch den daheim vorproduzierten „Blues- und Jazzplatz“ mit Thomas Meyer sowie den Evergreen „Rock'n Roll-Radio“.

Insgesamt arbeiten sechs festangestellte, 21 Honorarkräfte und derzeit ein Auszubildender im Beruf Mediengestalter bei Radio Weser-TV.

Ein Prinzip dieser einst aus mehreren kleineren Bürgerfunk-Initiativen hervorgegangenen Form von Radio und Fernsehen in Bremen und dem Umland besteht weiter darin, dass das Programm auch direkt von Bürgern gestaltet wird.

Unkompliziert für alle Bürger

Dies geschieht in Achim ebenfalls. Die Studiotechnik sei so ausgelegt, dass sie auch Laien relativ unkompliziert zu vermitteln sei, betont Maillard. Hier und da werde eingegriffen, um etwa unnötige Längen in Fernseh- und Rundfunkbeiträgen von Debütanten zu korrigieren.

„Radio Weser TV“ ist kein gewerbliches Unternehmen, und daher gibt es hier auch keine Werbung. Der Sendebetrieb wird über eine „Sockelfinanzierung“ von den Landesmedienanstalten Bremens und Niedersachsens ermöglicht, doch sei der Verein auch angehalten, weitere Gelder selbst zu generieren – etwa aus Spenden, von Jobcentern und aus anderen Quellen, so Maillard.

Im Vergleich zu anderen Standorten laufe der Sender in Achim ziemlich gut und habe eine enorme Reichweite, fügt der Radio-Weser-Chef noch an.

Weitere Informationen auch über das genaue Programm und Frequenzen sind unter radio weser.TV zu googlen. 

la

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