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Umzug der Helene-Grulke-Schule an die Steuben-Allee wohl erst Ende der Sommerferien

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Von: Sandra Bischoff

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Machen sich ein Bild vom Baufortschritt der Helene-Grulke-Schule an der Steuben-Allee: (von links) Carl-Georg Issing, Vorstand Waldheim-Gruppe, und Schulleiterin Meike Holsten sowie Spender Jens Ehrhardt, Geschäftsführer der Firma Göbber, und seine Auszubildende Nicole Bittner.
Machen sich ein Bild vom Baufortschritt der Helene-Grulke-Schule an der Steuben-Allee: (von links) Carl-Georg Issing, Vorstand Waldheim-Gruppe, und Schulleiterin Meike Holsten sowie Spender Jens Ehrhardt, Geschäftsführer der Firma Göbber, und seine Auszubildende Nicole Bittner. © Bischoff

Achim – Die Helene-Grulke-Schule (HGS) bereitet sich nach eigenen Angaben langsam auf den Standortwechsel vom Gelände der Stiftung Waldheim in Cluvenhagen an die Steuben-Allee in Achim vor. „Aufgrund von Lieferengpässen bei einigen Baumaterialien liegt unser Neubau leider nicht gut im Zeitplan“, informiert Vorstand Carl-Georg Issing. Er hofft jedoch sehr darauf, mit der Schule Ende der Sommerferien umziehen zu können, denn die Zeit drängt:

Es herrsche Platznot bei der Stiftung Waldheim am Standort in Cluvenhagen, der Arbeitsbereich „Beschäftigung und Tagesstruktur“ wachse stetig und benötige zusätzliche Räume.

Der 1 800 Quadratmeter große Schulneubau hinke den Planungen zwar etwas hinterher, dennoch sei das Gebäude dicht. Noch vor Ende des vergangenen Jahres konnten die Fenster eingebaut werden. Zurzeit sind Issing zufolge die technischen Innenausbaugewerke vor Ort, wie Elektriker und Heizungsmonteure. Auch die Rohbauer seien noch nicht fertig, ebenso wenig die Dachdecker. „Wir sind froh, dass uns das Wetter bisher in die Hände gespielt hat“, sagt Issing. Die Gesamtkosten in Höhe von 4,3 Millionen Euro können ihm zufolge gehalten werden. Von Vorteil sei, dass die Aufträge vor mehr als einem Jahr vergeben worden seien.

„Das Grundstück an der Steuben-Allee ist super für uns“, freut sich Schulleiterin Meike Holsten. „Als Förderschule im Bereich Geistige Entwicklung vermitteln wir Kindern und Jugendlichen nicht nur Schulwissen, sondern wir geben ihnen auch Unterstützung bei der Weiterentwicklung von lebenspraktischen Kompetenzen. Bei uns werden die Schülerinnen und Schüler systematisch darauf vorbereitet, ein Höchstmaß an Selbstständigkeit zu erreichen. So etwas ist im städtischen Milieu leichter als in der idyllischen Abgeschiedenheit am Standort Cluvenhagen“, erläutert sie.

Die neue Schule bekommt modern ausgestattete, helle Klassenräume, die durch große Fensterfronten freien Blick nach draußen bieten plus flexibel nutzbare Gruppenräume. Ein Musikraum mit Bühne und die Mensa sind so konzipiert, dass durch das Öffnen der Schiebetüren deutlich größere Räume für Veranstaltungen aller Art entstehen können. Die Therapieräume sind variabel in der Nutzung und auf die unterrichtsbegleitende Förderung der Kinder und Jugendlichen ausgerichtet, teilt die Waldheim-Gruppe mit.

Die HGS arbeitet mit öffentlichen Grundschulen sowie weiterführenden Schulen zusammen. „Die meisten unserer 97 Schüler werden nicht an der Steuben-Allee, sondern in Kooperationsklassen an ausgegliederten Standorten unterrichtet. Seit über 25 Jahren praktizieren wir sehr erfolgreich dieses Kooperationsmodell: Die Jahrgänge 1 bis 4 (Primarstufe) und 5 bis 9 (Sekundarstufe I) werden in angemieteten Räumen an Regelschulen von unseren Pädagogen unterrichtet. Im gemeinsamen Unterricht und Schulleben lernen Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung zusammen. Am Hauptstandort wird sowohl die Sekundarstufe I als auch die Sekundarstufe II unterrichtet. Vom 10. bis 12. Schuljahr nimmt die Vorbereitung auf die Zeit nach der Schule und auf das Berufsleben einen großen Raum ein. Am neuen Standort in Achim können wir uns dafür viel besser vernetzen“, sagt Holsten.

Für die Ausstattung des Pausenhofs mit bedarfsgerechten Spielgeräten, benötigt die Schule laut Mitteilung finanzielle Unterstützung. Das Unternehmen Göbber aus Eystrup ist bereits mit gutem Beispiel vorangegangen und hat 10 000 Euro gespendet. „Von diesem Geld werden wir eine Nestschaukel und einen Trampolin-Steg anschaffen“, erklärt die Schulleiterin. Vor allem die Nestschaukel könnten Kinder mit stärkerer Beeinträchtigung gut nutzen. Der Trampolin-Steg fördere den Gleichgewichtssinn bei motorischen Störungen, sagt Holsten.

Das auf Konfitüren, Fruchtfüllungen, Fruchtaufstriche und Honig spezialisierte Familienunternehmen in vierter Generation habe die HGS im Laufe der Jahre schon mehrmals mit einer Spende unterstützt, teilt die Waldheim-Gruppe mit. „Soziales Engagement und gesellschaftliche Verantwortung bei dem was wir tun, gehören zu unserer Unternehmenskultur“, sagt Geschäftsführer Jens Ehrhardt. „Wir freuen uns, wenn wir zum Thema Inklusion und Teilhabe einen Beitrag leisten können.“

Die HGS benötigt nach eigenen Angaben noch einen Kletterturm und eine Dreier-Schaukel. „Wir freuen uns über jede Spende! Denn es soll noch eine Art Wäldchen für den Pausenhof angepflanzt werden, mit Sandberg und Rutsche, Hochbeeten und Insektenhotel“, informiert Meike Holsten.

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