Der THW-Ortsverband Achim hat mit Platzproblem zu kämpfen

Umbau oder Neubau?

Stolz auf ihre Ehrungen, Auszeichnungen und Zertifikate sind die Mitglieder des THW Achim. Foto: Bruns

Achim - Von Wiebke Bruns. „Hier trifft sich das Who is Who des Katastrophenschutzes im Landkreis Verden“, stellte Landrat Peter Bohlmann am Samstag bei der Jahresauftaktveranstaltung des THW-Ortsverbands Achim fest. Die Zahl der Gäste war groß. So wie das Engagement der Ehrenamtlichen des Technischen Hilfswerks im vergangenen Jahr. Dennoch gibt es ein gravierendes Problem: akuter Platzmangel, und da lässt sich die Lösung nicht so schnell finden wie beim Gruppenbild mit den Gästen aus der Politik, den stellvertretenden Bürgermeistern, DRK, DLRG, Feuerwehr, Polizei und Bundeswehr.

Obwohl sich einige Gäste bereits wegen weiterer Termine verabschiedet hatten, reichte der Platz im voll besetzten Gemeinschaftsraum der Unterkunft an der Justus-von-Liebig-Straße nicht aus. Mit ein paar Schritten vor die Tür war die Lösung für das Foto schnell gefunden. Dagegen werden für die Frage, ob Neubau oder Umbau erforderlich werden, und die entsprechenden Planungen vermutlich noch fünf Jahre benötigt, sagte der Ortsbeauftragte Christian Probst.

Im vergangenen Jahr habe man die „Korken knallen lassen“, nachdem der Ortsverband von der Entscheidung über die künftige Ausrichtung der Truppe erfahren hatte. Achim wurde für die neue Fachgruppe „Schwere Bergung Typ B“ ausgewählt. Es wird die erste und einzige Gruppe dieser Art in ganz Niedersachsen und dafür wird Achim mit einem Schreitbagger ausgestattet. Für diesen und den darüber hinaus zu erweiternden Bestand an Fahrzeugen und Gerätschaften der sechs Fachgruppen werden Hallen benötigt.

„Wir bräuchten 14 Stellplätze plus einen als Lagerraum, also 15 Fahrspuren“, so der Ortsbeauftragte. Derzeit vorhanden seien acht Fahrspuren. Ob an anderer Stelle neu gebaut oder am bisherigen Standort umgebaut und erweitert wird, stehe noch nicht fest. Mit dem derzeitigen Vermieter und der Stadt sei man im Gespräch.

14 147 war die Zahl von der sich die Landtagsabgeordnete Dr. Dörte Liebetruth (SPD) besonders beeindruckt zeigte. So viele Dienststunden leistete das Achimer THW im vergangenen Jahr. Der Bundestagsabgeordnete Andreas Mattfeldt (CDU) überschlug kurz, was es den Staat kosten würde, wenn dieser Dienst nicht ehrenamtlich wäre. „Beim Mindestlohn müssten wir bestimmt 130 000 Euro leisten.“ Und der Bundestagsabgeordnete Dr. Gero Hocker (FDP) stellte fest: „Das wäre eine nicht zu stemmende finanzielle Aufgabe.“

Aktuell hat der Ortsverband 105 Helfer inklusive der Jugendlichen in seinen Reihen bei einer Frauenquote von 16,5 Prozent. Im Ernstfall könnte Probst sofort auf 51 Einsatzkräfte zurückgreifen.

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