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Mehr Ruhe im Herzstück der Wache

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Von: Dennis Bartz

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Uwe Feldmann (links), Leiter Einsatz- und Streifendienst, und Polizeichef Simon Grommisch zeigen den neuen Raum für Anzeigenaufnahmen
Nur die Fenster und Türen fehlen noch: Uwe Feldmann (links), Leiter Einsatz- und Streifendienst, und Polizeichef Simon Grommisch zeigen den neuen Raum für Anzeigenaufnahmen. © Bartz

Achim – „Wir wollen bürgerfreundlicher werden, behalten dabei aber den Sicherheitsaspekt fest im Blick. Es ist beispielsweise weiterhin sichergestellt, dass Besucher nicht ungehindert ins Gebäude gelangen“, sagt Simon Grommisch, Leiter des Polizeikommissariats in Achim.

Seit dem Spätsommer vergangenen Jahres läuft der Umbau der Wache an der Obernstraße 136 – zusammen mit den Polizistinnen und Polizisten gehen seitdem Handwerker ein und aus. Der Abschluss der Sanierung ist bereits in Sicht: „Ende April soll alles fertig sein“, kündigt Grommisch an.

Weit fortgeschritten sind bereits die Arbeiten im Erdgeschoss, wo künftig frisch eingezogene Wände unter anderem den Wartebereich neu gliedern: Während Besucher des Polizeikommissariats vor dem Umbau noch im zugigen Windfang ausharren mussten, bis sie von ihrem gewünschten Ansprechpartner in Empfang genommen wurden, können sie künftig in einem windgeschützten Bereich Platz nehmen. „Der Raum ist gut beheizt und insgesamt einladender. Um die Wartezeit angenehmer zu gestalten, werden wir einen Fernseher anbringen lassen“, so Grommisch.

Neu sei auch der Raum für die Anzeigenaufnahme, das „Herzstück“ der Wache, wie es Uwe Feldmann, Leiter Einsatz- und Streifendienst, bezeichnet. Dort könnten Bürger in geschütztem Rahmen ihre Aussage machen, ohne das die Gespräche im Wartebereich zu hören seien. „Das ist sehr wichtig, besonders für diejenigen, die selbst Opfer einer Straftat geworden sind“, erläutert Feldmann. Eine Glastür und ein großes Fenster trennen den Anzeigenaufnahmeraum von der restlichen Wache: „So ist es zwar ein abgeschlossener Raum, aber trotzdem sind wir nah dran und haben einen Blick aufeinander.“

Dem Gebäude sieht man es nicht an, es hat aber schon mehr als 30 Jahre auf dem Buckel. 

Uwe Feldmann, Leiter Einsatz- und Streifendienst

Nachdem zunächst die Sanitäranlagen im Erdgeschoss modernisiert worden sind, werden diese Arbeiten nun im ersten und zweiten Obergeschoss fortgesetzt. „Mitte Februar soll es losgehen, dann werden auch die Duschen saniert“, zählt Grommisch weiter auf. Es handele sich um einen reinen Umbau, keinen Ausbau: Der vorhandene Raum werde lediglich effektiver genutzt.

Die Anforderungen seien heute andere als 1990, als das Polizeikommissariat den Neubau bezogen hat. „Dem Gebäude sieht man es nicht an, es hat aber schon mehr als 30 Jahre auf dem Buckel. Seitdem gab es nur Erhaltungsmaßnahmen – es ist die erste Sanierung dieser Größenordnung“, so Feldmann.

Die Polizei sei nur Mieterin des Baus, der einer Eigentümergemeinschaft gehöre. Vor dem Einzug dort war die Achimer Wache im alten Krankenhaus an der Bremer Straße untergebracht – „da ist inzwischen die Lebenshilfe eingezogen“, so Feldmann.

Das Polizeikommissariat Achim in der Obernstraße
Anfang der 1990er-Jahre hat das Polizeikommissariat Achim den damaligen Neubau an der Obernstraße bezogen – bis Ende April wird die Wache saniert. © Bartz

Gut 90 Polizistinnen und Polizisten beschäftigt das Kommissariat in Achim mit seinen Außenstationen in Ottersberg, Oyten und Thedinghausen. Der Frauenanteil liege bei etwa 40 Prozent.

Simon Grommisch, der Mitte November die Leitung des Kommissariats übernommen hat, möchte die kommunalen Netzwerke weiter ausbauen: „Es ist mir sehr wichtig, dass wir an einem Strang ziehen, um gesellschaftlichen Problemen wie der seit Ausbruch der Pandemie wachsenden Demokratiefeindlichkeit zu begegnen. Das können die Stadt und die Polizei nur gemeinsam, nicht alleine lösen.“

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