Geschäftsleute ziehen gemischtes Zwischenfazit

Großbaustelle an der Uesener Feldstraße kommt rasch voran

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Katrin Grope von der Apotheke im Hufeisen.

Achim - Die Arbeiten an der Uesener Feldstraße gehen gut voran. Bereits am kommenden Montag soll der zweite Bauabschnitt in Angriff genommen werden – und damit eine Woche früher als geplant, teilt die städtische Projektleiterin Nina Gerlach auf Nachfrage dieser Zeitung mit. Mit der Verlagerung auf den zweiten Abschnitt wird dann auch die komplette Ueser Kreuzung wieder freigegeben, sodass die Zufahrt zum Rewe-Markt von der Kreuzung aus möglich ist. Entsprechend können die Autofahrer und der Anlieferverkehr aber nicht mehr vom nördlichen Teil der Uesener Feldstraße auf das Areal gelangen.

Die Gewerbetreibenden ziehen bislang ein unterschiedliches Fazit, wie eine stichprobenartige Befragung ergeben hat. So spricht der Rewe-Marktleiter Markus Hauptig zwar von einer „schweren Situation für uns“, doch er will den Blick lieber nach vorn richten. Und er freut sich, dass die Arbeiten im ersten Abschnitt schnell vorangegangen sind. Die Tatsache, dass weniger Kunden in seinen Supermarkt kommen – Zahlen möchte er nicht nennen –, brächten solche Arbeiten immer mit sich. „Doch dafür haben wir dann auch eine schöne Straße“, ist Hauptig zuversichtlich. Und er lobt die „super Arbeit“ der Baufirmen und die gute Zusammenarbeit mit der Stadt.

Im Rewe-Markt ist auch eine Toto-Lotto- sowie Paketannahmestelle untergebracht. Die Angestellte, die ihren Namen nicht nennen möchte, spürt ebenfalls einen Rückgang der Kundenbesuche. „Vor allem montags, wenn die Leute ihre Paket-Retouren vom Samstag bringen.“ Aber auch der Freitag – Eurojackpot-Annahmeschlusstag – sei auffällig gewesen. Auch „gestern Nachmittag war es gruselig“, berichtet sie von einem schlechten Mittwochslotto-Geschäft. An der Kreuzung sei sie zudem beinahe auf ihrem Fahrrad von einem Laster überfahren worden, der das Rotlicht missachtet hatte, sagt die Frau. Und sie wundert sich, dass die Arbeiten so schnell vorangehen. „Manchmal denkt man, da ist keiner, und die Bagger fahren auch nicht.“

Rewe-Marktleiter Markus Hauptig freut sich auf die „schöne neue Straße“.

Auf die benachbarte Apotheke im Hufeisen hat die Baustelle keine relevanten Auswirkungen gehabt, sagt Mitarbeiterin Katrin Grope. Das Geschäft laufe „fast normal mit kleinen Löchern“. Es kämen trotzdem viele Kunden: „Vorhin haben wir hier zu viert gestanden und bedient.“ Das liege auch daran, dass Ärzte und Kinderarzt trotz der Ferien geöffnet haben. Lediglich der Durchgangsverkehr am Abend fehle ein wenig, so Grope.

Jana Felsch, Angestellte im Ueser Blumenkorb, kann sich indes nicht über zu viel Arbeit beklagen. „Es ist sehr ruhig“, berichtet sie, was zum Teil aber auch den Ferien geschuldet sei. Sie hat festgestellt, dass viele Kunden nicht kämen, weil manche Anwohner der Nebenstraßen allergisch auf den Durchgangsverkehr, zum Beispiel über die Rilkestraße und den Mackensenweg, reagierten. „Wenn die Anwohner dann pöbeln, ist das schon geschäftsschädigend.“

Neues Pflaster für den Gehweg.

Projektleiterin Gerlach und Verkehrsplaner Stefan Schuster erreichen täglich Anrufe von Bürgern, die sich über die Schleichverkehre beschweren. Gerlach betont, dass das Durchfahrtsverbot durch die Nebenstraßen nicht für Anwohner und ebenfalls nicht für Anlieger gelte, also diejenigen, die im klassischen Sinne ein Anliegen haben. Grundsätzlich hätten die Anwohner mit Unannehmlichkeiten zu rechnen. Das sei unvermeidbar, bittet sie um Verständnis. Dazu zähle auch, dass im weiteren Baufortschritt Grundstücke und Geschäfte nicht direkt anzufahren seien.

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