Stadt will Regenwasserkanal im Amselweg bauen

Überschwemmungen sollen verschwinden

Der Amselweg ist eine kleine Straße, eine Sackgasse, in der Vogelsiedlung.
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Der Amselweg ist eine kleine Straße, eine Sackgasse, in der Vogelsiedlung.

Achim – Der Amselweg ist „schon bei geringen Regenmengen“ überschwemmt, weiß Steffen Zorn, Leiter des Fachbereichs Bauen und Stadtentwicklung im Rathaus. Denn die kleine Straße in der Vogelsiedlung sei nicht zentral an die Regenwasserkanalisation angeschlossen, sondern verfüge nur über einen Sickerschacht, der nicht mehr richtig funktioniere. Tiefer gelegene Privatgrundstücke stuft Zorn als „hochwassergefährdet“ ein.

Um das Problem zu beseitigen, soll der Amselweg einen Regenwasserkanal erhalten. „Ein Sickerschacht entspricht nicht mehr dem heutigen Stand der Technik, und für eine alternative Flächenrigolenversickerung reicht der Platz nicht aus“, merkt Zorn an. Einen Teil der Kosten müssten die Anlieger tragen. Das Thema steht auf der Tagesordnung des Betriebsausschusses Abwasserbeseitigung und des Ausschusses für Bauunterhaltung, die am Dienstag, 12. Oktober, von 17 Uhr an gemeinsam öffentlich im Ratssaal tagen.

Bei Regen ist die Strecke schnell überflutet.

Nach einer ersten groben Schätzung rechnet Zorn mit Planungs- und Baukosten in Höhe von rund 110 000 Euro. Die Hälfte davon müsste der Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung der Stadt zahlen, da über den Kanal auch Privatgrundstücke gegen Erhebung von Gebühren entwässert werden sollen. Bleiben also noch 55 000 Euro übrig. Nach der Achimer Straßenausbaubeitragssatzung dient der Amselweg, eine Sackgasse, „überwiegend dem Anliegerverkehr“, sodass der Eigenanteil der Grundstückseigentümer 60 Prozent beträgt und der der Stadt 40 Prozent, also 33 000 Euro beziehungsweise 22 000 Euro. Die Beiträge je Anlieger belaufen sich laut Verwaltung „in Abhängigkeit von der Grundstücksgröße und weiterer baurechtlicher Kriterien zwischen rund 2 000 und 6 000 Euro“.

Die Kanalrinne soll mittig verlaufen.

Der Straßenbelag sei noch in Ordnung. „Allerdings muss im Rahmen der Neuverlegung des Regenwasserkanals ein Großteil des vorhandenen Betonpflasters aufgenommen, gesäubert und wieder neu verlegt werden. Bei den Arbeiten ist zu erwarten, dass Steine teilweise zerbrechen und nicht wiederverwendet werden können“, erläutert Zorn in der Sitzungsvorlage. Die Art des Pflasters werde jedoch nicht mehr hergestellt. Um Flickschusterei zu vermeiden und „den technischen Zustand der Straße insgesamt zu verbessern“, schlägt der Fachbereichsleiter vor, die Straßenoberfläche im Zuge der Kanalverlegung mit zu erneuern. Dafür würden zusätzliche Kosten von „nur“ 60 000 anstatt 100 000 Euro bei einer später erforderlichen Sanierung entstehen. Bei diesem Modell müssten die Eigentümer insgesamt 75 000 Euro aufbringen und je nach Grundstück zwischen rund 4 000 und 13 000 Euro locker machen.

Sollten die politischen Gremien diesem Vorschlag folgen, will die Stadtverwaltung im nächsten Schritt die Planung weiter konkretisieren und die Anlieger sowohl darüber, als auch über die anfallenden Kosten und das Gesamtverfahren noch bis Ende Dezember in einer Versammlung informieren. Die Baumaßnahme soll dann im Laufe des kommenden Jahres erfolgen. Die Beiträge würden „frühestens im vierten Quartal 2022“ abgerechnet.  

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