Bamba Ibrahim erhält nach Kirchenasyl und Praktikum eine Festanstellung

„Er ist überpünktlich und gierig nach Aufgaben“

Ein Praktikum überzeugte Firmenchef Eray Kaya vom besonderen Einsatzwillen des jungen Bamba Ibrahim, und er stattete ihn mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag aus. - Foto: Schmidt

Achim - Von Ingo Schmidt. Eine ganz beachtliche Entwicklung nimmt derzeit Bamba Ibrahim in Achim, Flüchtling aus der Elfenbeinküste. Noch zu Beginn dieses Jahres blickte der junge Ivorer mit Sorge in eine ungewisse Zukunft, und nun kann er sein Glück kaum fassen.

Nur ein Kirchenasyl der Evangelisch Freichristlichen Gemeinde in der Bergstraße bewahrte ihn vor der Abschiebung in sein EU-Einreiseland Spanien. Nun hat er sogar einen festen Arbeitsplatz.

Während der ersten Zeit des Kirchenasyls fand er in der Achimerin Maren Weber eine engagierte Mentorin, die sich für seine Belange erfolgreich einsetzt. Sie vermittelte ein sechswöchiges Praktikum bei der Autolackiererei Kaya-Color im Gewerbegebiet Mahndorf, und nun hat Inhaber Eray Kaya den jungen Flüchtling unbefristet eingestellt. „Die Sprachschwierigkeiten waren zu Beginn ein Problem, aber Ibrahim hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen“, beschreibt der 51-jährige Chef die Einsatzbereitschaft seines Schützlings. „Er war überpünktlich und gierig nach Aufgaben.“ Eray Kaya klagt derzeit über einen Mangel engagierter Arbeitskräfte. Es sei heute schwierig, zuverlässige und ambitionierte Leute für den Betrieb zu finden, erklärt der Firmeninhaber. Ibrahim sei sehr fleißig, und er habe gar kein Problem damit, ihn unbefristet einzustellen. Aber die Übernahme des jungen Ivorers war nicht einfach:

Wochenlang bürokratische Hürden

Mehrere Wochen vergingen, bis alle bürokratischen Hürden mit Korrespondenz zwischen Landkreis, Arbeitsagentur und Bundesamt für Migration und Flüchtlinge genommen waren.

„Dafür habe ich kein Verständnis“, erklärt Eray Kaya. „Wenn die Menschen arbeiten wollen, sollte man ihnen das auch ermöglichen.“

Bamba Ibrahim hat nun vom Landkreis eine Arbeitserlaubnis bis Juni 2019 erhalten sowie einen vorläufigen Aufenthaltstitel von einem halbem Jahr, der gegebenenfalls verlängert wird. Sein Asylverfahren wurde noch gar nicht aufgenommen. Bamba, wie er gerne genannt werden möchte, ist glücklich über diese Entwicklung und möchte nun schnell ein besseres Deutsch lernen. „Wenn die Verständigung besser klappt, könnte ich mir für den Jungen auch eine Ausbildung zum Fahrzeuglackierer vorstellen“, stellt Eray Kaya in Aussicht.

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