Tupperware-Standort Achim: In Deutschland führend / CDU-Besucher beeindruckt

1100 Beraterinnen im Einsatz

+
Maria Schmidt (rechts) nennt sich Bezirkshändlerin und ist selbständige Chefin der Achimer Tupperware-Niederlassung. Die Besucher von der CDU führte sie durch das Firmengebäude und hatte interessante Informationen zum Unternehmen und dessen Produkten auf Lager.

Achim - Schon die guten Parkplätze direkt beim Hauptgebäude muss sich jeder erarbeiten. Wer sich über Wochen weiter bewährt, erreicht den Status, einen eigenen Wagen fahren zu dürfen. Bei Teamleitern darf das schon mal ein Daimler sein.

Laptops, Aida-Kreuzfahrten, Mikrowelle und vieles mehr locken außerdem als Erfolgsprämien für Tupperware-Beraterinnen.

Die weltbekannten, bunten, unverwüstlichen Kunststoff-Produkte der Firma – von Salatschleuder und Tortenbehälter bis zu Bechern, Brotdosen und vielem anderem – werden bekanntlich vor allem auf privaten „Tupperpartys“ vorgestellt, erklärt und verkauft. Seit etwa 60 Jahren gibt es Tupperware – benannt nach dem genialen amerikanischen Erfinder, aber eher mäßigen Geschäftsmann Earl Tupper.

An der Max-Planck-Straße gibt es seit rund sechs Jahren die von außen unauffällig wirkende Tupperware-Niederlassung. Mitglieder der CDU Achim mit dem Stadtverbandsvorsitzenden Rüdiger Dürr an der Spitze hatten jetzt Gelegenheit, sich innen umzusehen – und zeigten sich beeindruckt.

Maria Schmidt, die seit 27 Jahren bei Tupperware arbeitet und als selbständige Bezirkshändlerin in Achim oberste Vorgesetzte von rund 1100 Beraterinnen im Umkreis von etwa 150 Kilometern bis Osnabrück und Walsrode ist, begrüßte die Gäste. Bei der Führung durch den Betrieb mit Lager- , Büro-, Schulungs-, Versammlungsräumen, Küche und mehr gab es jede Menge Informationen.

Tupperware-Beraterinnen müssten nicht wie bei zweifelhaften anderen Firmen in Vorkasse treten und sich erst für tausende Euro Ware beschaffen, betonte Maria Schmidt. Es werde jeweils nach „Partys“ der Verkauf abgerechnet.

Bei der Bewertung der Mitarbeiterinnen gehe es nicht nur um Umsatz, sondern auch darum, wie jemand mit Kunden umgeht, sich regelmäßig um diese kümmere oder weitere Beraterinnen wirbt.

Jeder dürfe sich hier einsetzen und sein Glück versuchen, aber natürlich dürfe nicht jeder bleiben, so die Achimer Chefin.

Manche verdienten ihren gesamten Lebensunterhalt mit Tupperware-Verkaufspartys, andere seien nebenberuflich tätig. Die Beraterinnen seien keineswegs nur Hausfrauen, sondern das berufliche Spektrum reiche vom „Hartzer“ über Polizisten bis hin zum „Herrn Doktor“.

Wichtig sei immer der Spaß an der Sache, aber natürlich gehe es nicht ohne Fleiß und „ordentlich Hackengas geben“, wie es die aus dem Saterland stammende, jetzt in Baden wohnende vierfache Mutter Maria Schmidt formulierte.

Wer sich mit aller Kraft einsetze, erhalte im Unternehmen Chancen, rasch aufzusteigen und gut Geld zu verdienen. Ihre beste Mitarbeiterin habe es mit häufigem „Tuppern“ auf 250 000 Euro Jahresumsatz gebracht.

Das Gebäude auf 4500 Quadratmetern an der Max-Planck-Straße hat Maria Schmidt inzwischen gekauft. Sie arbeitet als Unternehmerin selbständig auf Franchise-Basis und teilte den Besuchern so nebenbei mit, dass von etwa 130 Tupperware-Standorten in Deutschland der Achimer Platz eins einnehme. Er firmiere innerhalb der Weltfirma als „Bremen-Süd“ und sei unter dieser Bezeichnung auch der Konzernzentrale in Orlando/Florida gut bekannt.

Gefertigt werden die für Achim georderten Produkte in Belgien und mit Lastern angeliefert. Rund 25 Mitarbeiter gibt es direkt im Achimer Lager- und Büro-bereich und auch eine Auszubildende für Büro- und Lagerlogistik.

Sie achte zudem darauf, auch Rentnern und sozial Benachteiligten Beschäftigungmöglichkeiten zu bieten, hob Bezirkshändlerin Maria Schmidt hervor.

la

Mehr zum Thema:

Nach Anschlag in London: Polizei lässt Festgenommene frei

Nach Anschlag in London: Polizei lässt Festgenommene frei

Unglücksfähre "Sewol" vor Südkorea auf Lastschiff verladen

Unglücksfähre "Sewol" vor Südkorea auf Lastschiff verladen

"Schwung und Kraft": Vettel jagt Hamilton in Australien

"Schwung und Kraft": Vettel jagt Hamilton in Australien

Neue Bewegung in Aufarbeitung der Germanwings-Katastrophe

Neue Bewegung in Aufarbeitung der Germanwings-Katastrophe

Meistgelesene Artikel

Mehrere Verletzte bei Unfall auf der A27

Mehrere Verletzte bei Unfall auf der A27

Schlussstrich unter angebliche Sexaffäre

Schlussstrich unter angebliche Sexaffäre

Erst Stromausfall, dann kein Wasser

Erst Stromausfall, dann kein Wasser

Betrunkener Schwertransport-Begleiter verursacht Unfall auf A27

Betrunkener Schwertransport-Begleiter verursacht Unfall auf A27

Kommentare