Erstes, überschaubares Maibaumfest lockt viele in Achimer Innenstadt

Trubel zwischen Bierdusche und Defibrillator

Bürgermeister Rainer Ditzfeld hatte ein 30-Liter-Bierfass gestiftet, das er nach dem Aufstellen des Achimer Maibaumes unter den Augen der erwartungsvollen Zuschauer effektvoll mit „kleiner Bierdusche“ öffnete. - Fotos: Schmidt

Achim - Am gestrigen Sonntag lockten strahlender Sonnenschein, offene Innenstadt-Läden und ein buntes Rahmenprogramm zahlreiche Besucher in die Achimer Fußgängerzone. Mit dem ersten Achimer Maibaumfest erweiterten Veranstalter, Einzelhändler und Vereine gemeinsam das bewährte Konzept der „Frühlingsfantasien“.

Mitarbeiter des städtischen Bauhofes hatten einen elf Meter hohen Pfahl mit Grün und bunten Bändern verziert, das Aufstellen übernahm die Achimer Ortsgruppe des Technischen Hilfswerks (THW) mit einem Kran. „Einen Maibaum haben wir noch nie gepflanzt“, musste Kranführer Henning Marks eingestehen, „aber Storchennester haben wir schon oft aufgestellt.“ Und so verließ der Mast seine horizontale Lage und stand schnell und sicher aufrecht da. Bürgermeister Rainer Ditzfeld verkündete um 13.11 Uhr unter Beifall der Schaulustigen: „Der Baum steht!“ Damit eröffnete er das traditionelle Frühlingsfest, dankte allen Mitwirkenden und ermunterte die Besucher, den verkaufsoffenen Sonntag intensiv zu nutzen.

Ein weiterer Höhepunkt kam sogleich: Nachdem der Kranwagen den Bibliotheksplatz verlassen hatte, folgte der Anstich eines 30-Liter-Bierfasses durch Ditzfeld – das nach überschäumender Eröffnung seinen köstlichen Inhalt in die Henkelgläser entließ. Den ersten Krug widmete der Bürgermeister dem THW-Ortsbeauftragten Christian Probst zum Dank für das geleistete Engagement.

Die Damen von Terre des Hommes, wie hier Elisabeth Almgard (rechts), hatten ihre Gärten aufgeräumt und verkauften zarte Zöglinge an interessierte Hobbygärtner. Mit dabei: Natürlich Maiglöckchen, Schlüsselblumen, Girsch, Funkie, Eisenhut und viele Kräuter.

Zahlreiche Infostände säumten den Bibliotheksplatz: Dabei war die THW-Ortsgruppe mit einem 44 Meter hohen Kran samt Aussichtsgondel. Der Achimer Golfclub hatte zu einer Mitmach-Aktion eingeladen, bei der auch unerfahrene Neugierige den Schläger in die Hand nehmen und nach Herzenslust pitchen oder putten konnten. Für gigantischen Kinderspaß sorgte die DLRG-Ortsgruppe mit einer großen Hüpfburg sowie Kaltgetränken für die Erwachsenen. Die Bürgerstiftung schenkte ihren Jubiläumswein aus und informierte über anstehende Projekte. Kaffee und Kuchen servierte das Deutsche Rote Kreuz und arbeitete daran, Berührungsängste mit dem lebensrettenden Defibrillator bei den Bürgern abzubauen. Die Damen der Achimer Gruppe von Terre des Hommes verkauften Pflanzenableger aus den Gärten der Mitglieder, deren Erlös Hilfsprojekten für Kinder in aller Welt zugute kommt. Und auch der Traditionsverband der Steubenkaserne beteiligte sich mit einem Infostand.

Die „Grönfingers“ hatten den Innenstadtbereich begrünt – übrigens mit Zweigen aus dem Garten von Rainer Ditzfeld – und mit bunten Bändern geschmückt. Die Agentur Sepia Events übernahm die kulinarische Versorgung: Schmalzkuchen-, Crêpes- und Bratwurststände fanden die Besucher vor. Für die Kinder gab es Bungee-Trampolin. Zum Stöbern lud ein kleiner Flohmarkt in der Herbergstraße ein.

Um in der Innenstadt etwas zu bewegen, sei es notwendig, dass alle an einem Strang ziehen, findet Bürgermeister Rainer Ditzfeld. Alle – das betreffe nicht nur die Einzelhändler, sondern auch Gastronomen, Vereine, Veranstalter und die Stadtverwaltung selbst. Nun sei es erstmals gelungen, alle für eine Veranstaltung mit ins Boot zu holen. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Vereinen soll in den kommenden Jahren übrigens noch intensiviert werden. Ab 2017 soll auch die Vereinsbörse, die sonst alle zwei Jahre im Rathaus angeboten wurde, jährlich stattfinden. - sch

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