Traditionelles Benefizkonzert des Heeresmusikkorps begeistert wieder

Sie müssen unbedingt wieder ins Städtele hinein

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Zum 20. Mal in Achim und immer wieder erfrischend: das Heeresmusikkorps aus Hannover.

Achim - Von Bernd Hägermann. Als musikalische Stammkraft genießt das Heeresmusikkorps Hannover in Achim einen ausgezeichneten Ruf. Die Wohltätigkeitskonzerte des Orchesters, deren Erlöse dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge und bedürftigen Menschen in Achim zugute kommen, gelten als herausragende Veranstaltungen. Und das bereits seit zwei Jahrzehnten.

Am Dienstagabend war das Heeresmusikkorps wieder einmal zu Gast in der ausverkauften Aula des Cato Bontjes van Beek-Gymnasiums. Die Stabführung hatte Oberstleutnant Martin Wehn.

Zuvor jedoch begrüßte Peter Hahnenfeld vom Traditionsverband der Steuben-Kaserne die Gäste. Er berichtete von den Anfängen 1996, von der Auflösung des Regiments in Achim, der Skepsis danach, die Konzerte weiterführen zu können, aber auch von einer „soliden Organisation“ und davon, dass eine Veranstaltung wie diese von den Menschen lebe, die sie gestalten. Peter Hahnenfeld stellte dem Publikum auch die Musiker im Orchester vor, die schon vor 19 Jahren dabei gewesen waren. Für sie gab es je eine Flasche guten Wein.

Eröffnet wurde das Konzert mit dem Parademarsch Nr. 1. Den hatte der Komponist Julius Möllendorf bereits als junger Mann geschrieben. Der Musikus war gerade einmal 25 Jahre alt. Dramatischer wurde es in der Folge. Richard Wagners Ouvertüre zur Oper „Rienzi“, selten gespielt, thematisiert das päpstliche Umfeld, die Bestrebungen des einfachen Volkes nach Freiheit, seine Fürsprecher und Gegner, sowie natürlich diverse Verstrickungen in Liebesdingen.

Dem musikalischen Ausflug in die Welt der Oper schloss sich der Konzertmarsch „Banda Sucre“ an. Komponist Giovanni Orsomando hatte insgesamt 120 Märsche komponiert und gilt als einer der Großen seiner Zunft. Sein Werk ist durchsetzt mit kammermusikalischen Passagen. Und es vermittelt mediterrane Grandezza.

„Wie und von was“, fragte Martin Wehn ins Publikum, „lassen sich Komponisten inspirieren?“ Schließlich bräuchten auch sie Geld zum Leben und nicht nur Luft und Liebe. Die Antwort gab die 2. Suite für Blasorchester mit dem Hinweis Latino-Mexicana. Tonsetzer Alfred Reed, der als Trompeter bei einer High-School-Band begann und später Musik für sinfonische Blasorchester schrieb, bediente sich bei urbanen Volksweisen oder beim brasilianischen Tango, der sanfter ist als der argentinische. Beschlossen wurde der erste Teil des Konzertes mit „Jubelklänge“ von Ernst Uebel.

Der zweite begann mit „Washington Post“ von John Philip Sousa und einer Hommage an den Meisterspion Ihrer Majestät - „Nobody does it better than James Bond“. „Swing and Latin with Michael Bublé“ verleitete zum Fingerschnippen, während „Zum Städtele hinaus“ gleichermaßen Abschied bedeutete und Freude auf das Wiedersehen verhieß.

Die vielen Zwischenbeifälle und der große Schlussapplaus des Publikum zeigten seine Begeisterung.

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