Merentis-Cup in Achim

Torejagd mit Ehrenkodex

Die „Roten Teufel“ (hier im Spiel gegen Achim) holten den Merentis-Cup. Das Achimer Frauenteam (in weißen Trikots) feierte Turnierpremiere. Fotos: häg
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Die „Roten Teufel“ (hier im Spiel gegen Achim) holten den Merentis-Cup.

Achim - Von Bernd Hägermann. Bei allem spielerischen Feuer, das die (am Ende auch siegreichen) „Roten Teufel“ aus Ganderkesee am Sonntag in der Sporthalle des Cato Bontjes van Beek-Gymnasiums entfachten – das Interesse beim Merentis-Cup für Handicap-Fußball galt zunächst einem anderen Team.

Nämlich der Frauenfußball-Handicapmannschaft des TSV Achim. Die nahm erstmals teil an einem Turnier, das die Bemühungen des TSV Achim um Inklusion im Sport bekräftigt. Vorsitzender der Handicap-Sportabteilung im TSV Achim ist Manfred Blank, der von sich sagt: „Ich lebe Fußball.“

Blank eröffnete ein Fußball-Turnier, in dem die Partien zehn Minuten dauerten und Fairness an oberster Stelle stand. Der TSV Achim stellte neben dem Frauen-Team noch zwei weitere Mannschaften. Sportliche Gegner waren der VSK Osterholz, der SV Eichede sowie das Sozialwerk Wesermarsch. Alle Mannschaften waren Ü18-Teams.

Eine Besonderheit für Turniere dieser Art ist ein Ehrenkodex. Dieser Ehrenkodex besagt, dass es im Sinne der Inklusion entscheidend sei, wie die Teams ein Spiel gewinnen möchten. Nicht ein übermotivierter Leistungswille stehe im Vordergrund, sondern das gemeinsame Erleben und die Freude am Fußball. Fehl auf und außerhalb des Platzes sei Aggressivität, dafür umso wichtiger Respekt, nicht zuletzt gegenüber den Schiedsrichtern.

Das Achimer Frauenteam (in weißen Trikots) feierte Turnierpremiere.

Die Spielleiter hießen diesmal Rolf Tietjen und Jürgen Schönhoff: „Es sind unsere Besten“, verkündete Manfred Blank. Ganz untypisch für Schiris hatten sie keine gelben oder roten Karten dabei: „Die brauchen wir hier nicht“, versprach Blank, der zudem darauf hinwies, dass beim Merentis-Cup und vergleichbaren Turnieren „ein gewisses Gleichgewicht der Spielstärke“ herrsche. Oder anders ausgedrückt: „Ein 8:0 sollte vermieden werden.Viel besser ist ein 8:8.“

Das spiegelte am Ende die Ergebnistabelle: Die Spiele waren alle eng und endeten nie mit mehr als zwei Toren Unterschied. Nach Beendigung des Turniers erhielten die „Roten Teufel“ aus Ganderkesee als Gewinner den größten Pokal, die Platzierten kleinere Trophäen. Ausgezeichnet wurden auch der beste Torwart, der beste Spieler sowie die fairste Mannschaft des Turniers – und hier hatten durchweg Frauen aus den zumeist gemixten Teams die Nase vorn: Zur besten Spielerin wurde eine Kickerin vom SV Eichede gewählt, zur besten Torhüterin die Keeperin vom Sozialwerk Wesermarsch – und als fairste Mannschaft wurde das Achimer Frauenteam geehrt.

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