Thema „Entropia“ im Bremer Rathaus / Steffen Maaß vom Achimer „Cato“dabei

Zwei junge Mathe-Genies treffen Princeton-Professor

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Gruppenbild mit einem großen Achimer Mathe-Talent im Bremer Rathaus. Von links: Carsten Pieper, Landeskoordinator Jugend forscht, Thomas Hoffmeister, Konrektor für Lehre und Studium der Universität Bremen, Bildungssenatorin Prof. Eva Quante-Brandt, Steffen Maaß, Preisträger vom Cato-Gymnasium, Professor Dierk Schleicher, Jacobs Universität und Betreuer des Jugend forscht-Projekts, Julian Hufnagel, Preisträger vom Alten Gymnasium Bremen. Vorn Professor John Conway von der Princeton-University.

Achim/Bremen - Außergewöhnliches Treffen in der Wittheitsstube, dem „Saal der Weisheit“ im Bremer Rathaus. Der 13-jährige Julian Hufnagel vom Alten Gymnasium Bremen und der 18-jährige Steffen Maaß vom Achimer Cato-Bontjes-van-Beek-Gymnasium durften als gemeinsame Gewinner des Jugend-forscht-Preises „Zukunftsorientierte Technologien“ mit dem renommierten Mathematiker Professor John Conway von der US-Universität Princeton diskutieren.

Eingeladen hatte Bildungssenatorin Professor Eva Quante-Brandt, um den Wettbewerbssiegern zu gratulieren und mit Vertretern aus Schule und Hochschule Perspektiven effektiver Förderstrategien für leistungsstarke Schüler zu erörtern.

Mit dem vielfach ausgezeichneten Professor John Conway diskutierten die Gymnasiasten über ihr Projekt „Entropia“. Sie leisten hier mathematische Detektivarbeit und entwickelten Programme, die systematisch die Entropie von Texten auswerten. Damit lassen sich bei unbekannter Urheberschaft wertvolle Hinweise zum Autor ermitteln.

Professor Conway besuchte zum fünften Mal Bremen, um mit dem Mathematik-Nachwuchs zu diskutieren: „Sie haben hier wirklich tolle junge Menschen, die die Schönheit und Bedeutung der Mathematik erkennen“, lobte er.

Als Vizepräsidentin der Kultusministerkonferenz plädierte die Senatorin für eine nationale Strategie zur Förderung leistungsstarker Schüler. Das beinhalte „bessere Diagnostik, individuelle Förderung sowie differenzierte Angebote, die frühzeitig auf Besonderheiten und Anforderungen im nächsten Bildungsabschnitt vorbereiten.“ Die Kultusministerkonferenz berät jetzt über diese Förderstrategie, mit dem Ziel, bessere Lernbedingungen für Leistungsstarke zu schaffen.

Dass Wettbewerbe wichtige Säulen der Begabtenförderung seien, betonte Landeswettbewerbsleiter Carsten Pieper: „‚Jugend forscht‘ ist in Bremen seit vielen Jahren sehr gut aufgestellt. In keinem anderen Bundesland machen prozentual so viele mit. Wir möchten dafür sorgen, dass künftig alle noch besser auf den Wettbewerb vorbereitet werden.“ Julian Hufnagel und Steffen Maaß seien schon gute Beispiele. Hufnagel brauchte sogar eine Sondererlaubnis – eigentlich darf man erst ab 15 Jahren teilnehmen.

Projektbetreuer Prof. Dierk Schleicher betonte: „Bremens Schüler erzielen bei Mathematik-Wettbewerben regelmäßig Spitzenplätze“. Es sei auch ein Erfolg des Vereins „Mathematik in Bremen“. Seit dessen Gründung und damit verbunden gezielter Förderung junger Menschen sei Bremen selbst in absoluten Zahlen unter den Bundesländern bei Wettbewerben stets ganz vorn dabei.

Prof. Dr. Thomas Hoffmeister, Konrektor für Lehre und Studium der Universität Bremen: „Letztlich wollen wir die Begabten als Studierende gewinnen. Deshalb freuen wir uns, dass unsere Angebote wie Sommerakademie und Frühstudium so gut angenommen werden. Übrigens kann man sich für die Sommerakademie noch bis zum 20. Juni bewerben.“

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