Theaterworkshop für Jugendliche im Kulturhaus befasst sich mit dem Leben in der Zukunft

Pillen ersetzen Pizza und Pommes

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Wie ist das Leben im Jahr 2215? Dazu erarbeitet diese Gruppe mit Theaterpädagogin Julie Käßner gerade ein eigenes kleines Theaterstück, das am Freitag aufgeführt wird.

Achim - In der Welt des US-amerikanischen Kino-Regisseurs Robert Zemeckis beginnt am 21. Oktober 2015 die Zukunft. Das ist nämlich präzise der Tag, an dem Marty McFly, Filmheld im Dreiteiler „Zurück in die Zukunft“, das Jahr 1986 verlässt und unversehrt 30 Jahre später wieder auftaucht. Wie passend, dass sich auch für die Teilnehmer des zweiten Ferien-Theaterworkshops im Kulturhaus Alter Schützenhof (Kasch) alles um die Welt von Übermorgen dreht. Titel der Veranstaltung „Futu(d)rama“.

Doch zuerst macht Theaterpädagogin Julie Käßner, die auch im Bremer Moks schon zwei „Junge-Akteure“-Werkstätten leitete, mit den Kids Lockerungsübungen. Im „Energiekreis“ erfindet jeder eine Bewegung und ein Geräusch, das die anderen imitieren. Dabei sollen keine Pausen entstehen. „Bääm – Quietsch – Tata“ geht es Runde um Runde. Dazu ziehen die Kinder Fratzen oder werfen die Arme in die Luft. „Mach‘s einfach, nicht drüber nachdenken!“, ermutigt Käßner.

„Hier können sich die Kinder zeigen, sich ausprobieren und den Körper, die Gestik und die Mimik einsetzen“, sagt Kasch-Mitarbeiterin Franziska Faust. Der Workshop biete dem Kasch zudem Gelegenheit, junge Freischaffende zu fördern. Finanziell wird er von der Stiftung Niedersachsen und dem Landschaftsverband Stade getragen.

„Das ist eine tolle Truppe. Alle sind mit Begeisterung und Fantasie dabei“, sagt Julie Käßner. Im Kreis erzählen sie von den Ideen, die sie gemeinsam entwickelt haben. Zum Beispiel, dass die Menschen im Jahr 2215 sich von Pillen statt Pizza ernähren. An die täglichen Mahlzeiten erinnert eine in den Arm implantierte Uhr. Und bei der Nahrungsaufnahme verfallen die Menschen in eine Art Roboterstarre. Auch Zeitmaschinen sind natürlich längst Realität. So kommt es, dass die Jugendlichen in die Vergangenheit zurückreisen. Sie finden sich am Achimer Bahnhof wieder, staunen auf dem Markt über die bunten, unbekannten Auslagen und lernen nach anfänglichen Missverständnissen das Leben der Menschen von heute kennen.

Seit Ferienbeginn trifft sich die elfköpfige Truppe täglich von 10 bis 14 Uhr zum Proben. Die meisten haben schon in Schul-AGs schauspielerische Grundlagen gelernt. So etwa der elfjährige Mirko Hastedt, der auch an der IGS Oyten am „Neigungskurs Theater“ teilnimmt. „Auf der Bühne kann man durchgeknallte Sachen machen“, begründet er seine Begeisterung. „Man kann sich in die Rolle hineinversetzen, um etwas anderes darzustellen“, ergänzt Joana Rösler (11), die am Cato-Gymnasium auch an einer Musical-Produktion mitwirkt. Greta Elfers (12) stand schon auf der Moks-Bühne und hat daher immer seltener Probleme mit Lampenfieber. „Dadurch, dass wir die Ideen selbst entwickelt haben, kann man sich den Text viel besser merken“, stellt sie fest.

Präsentiert wird das fertige Stück am Freitag um 16 Uhr im blauen Saal des Kasch. Der Eintritt ist kostenlos.

ldu

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