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Termin gibt es innerhalb einer Woche

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Von: Michael Mix

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Zutritt zum Bürgerbüro bekommt in Corona-Zeiten nur, wer sich vorher angemeldet hat und weitere Regeln befolgt, sagen dessen Leiterin Anja Gründel und Erster Stadtrat Daniel Moos, Vizechef der Achimer Verwaltung.
Zutritt zum Bürgerbüro bekommt in Corona-Zeiten nur, wer sich vorher angemeldet hat und weitere Regeln befolgt, sagen dessen Leiterin Anja Gründel und Erster Stadtrat Daniel Moos, Vizechef der Achimer Verwaltung. © Mix

Achim – „Wenn früher jemand einen neuen Ausweis beantragen wollte oder eine Meldebescheinigung benötigte, lief das alles ohne Anmeldung“, erinnert Anja Gründel an die Zeit vor Corona. Doch seit dem Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 vergebe das Bürgerbüro im Rathaus der Stadt Achim „nur noch Termine im 15-Minuten-Takt“, informierte dessen Leiterin am Montag bei einem Pressegespräch im Ratssaal.

Dieses Verfahren habe sich bewährt und sei nicht nur wegen der wegfallenden Wartezeit für die Bürgerinnen und Bürger vorteilhaft. „Wenn sich die Leute telefonisch anmelden, werden oft auch gleich Fragen geklärt, danach wissen die Anrufer, dass sie zum Termin beispielsweise ein bestimmtes Dokument oder ein frisches Passfoto mitbringen sollten“, erläutert Gründel.

Das auch als Telefonzentrale für die gesamte Achimer Verwaltung dienende Bürgerbüro entspreche keineswegs dem in der Öffentlichkeit gern bemühten Bild der behäbigen Behörde. „Ein Termin ist bei uns innerhalb einer Woche zu bekommen. Insbesondere wer vorher in einer Großstadt gewohnt hat, staunt darüber, wie fix das hier geht“, sagt Gründel.

In manchen Bereichen habe sich das Bürgerbüro einen besonders guten Ruf erworben. „Schulzeugnisse beglaubigen wir viel schneller als die benachbarten Gemeinden“, was auch eine zusätzliche Einnahmequelle für die Stadt darstelle. „Und ausländische Dokumente können wir mit einem speziellen, zum Teil hier mitentwickelten Lesegerät überprüfen“, berichtet die Büroleiterin. „Dabei haben wir auch schon Fälschungen entdeckt und an die Polizei weitergegeben.“

Immer mehr Einwohner nutzen nach Angaben von Anja Gründel den Online-Service der Stadt. Unter dem Titel „Rathaus digital“ sei es möglich, zahlreiche „Dienstleistungen von A bis Z“ bequem vom heimischen Sofa aus in Anspruch zu nehmen; vor allem Meldebescheinigungen seien dabei gefragt. Die Pandemie habe diese Entwicklung beschleunigt.

Wer das Bürgerbüro in Corona-Zeiten aufsuchen will, muss einiges beachten. „Der Zutritt zum Rathaus erfolgt nur über den Haupteingang und mit einem 3G-Nachweis. Dabei muss eine FFP2-Maske getragen werden“, informiert Gründel über die aktuelle Regelung. Mitarbeiter eines von der Stadt beauftragten Security-Unternehmens überprüften das, was auch „Corona-Nachweise“ erlaube. „Wir können genau nachverfolgen, wieviele Menschen wie lange und wo im Rathaus unterwegs waren.“

Erste Station für Besucherinnen und Besucher dort ist seit knapp zwei Jahren der Empfangstresen am Rand der Halle im Erdgeschoss. Eine Einrichtung, die sich nach den Worten von Anja Gründel als sinnvoll erwiesen hat. „Viele Bürger brauchen eine Anlaufstelle, um sich im Rathaus zurechtzufinden.“

Hilfreich für alle, die ungeimpft sind und auch keinen Genesenen-Status haben, ist das Testzentrum im Verwaltungsgebäude. Die vom Roten Kreuz betriebene Station nimmt laut Gründel montags bis samstags jeden Vormittag Mund- oder Nasenabstriche vor. Dann, jeweils von 9 bis 12 Uhr, ist parallel auch das Bürgerbüro geöffnet, dienstags und donnerstags außerdem noch am Nachmittag von 14 bis 18 Uhr.

„Mit den zehn Mitarbeiterinnen sind wir seit Anfang Dezember in zwei Schichten tätig“, die zweite Gruppe weiche jeweils aufs Homeoffice aus, teilt Gründel mit. Die Stadt habe etliche Vorkehrungen getroffen, um das Personal und die Kundschaft vor einer Ansteckung durch das Virus zu schützen. Im Bürgerbüro müssten alle FFP2-Masken tragen, sowohl die Bediensteten als auch die Besuchenden seien durch transparente Spuckschutzwände voneinander abgeschirmt, es gebe ein CO2-Warngerät, „und wir lüften regelmäßig“.

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